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Chronik

Wichtige Daten aus der Geschichte:

Die Stadt von ihrer Gründung 1120 bis heute

1120

KONRAD I., Graf von Peilstein, tritt als Lehensgraf und Erzvogt des Stiftes Salzburg die Herrschaft an. Ihm wird die Gründung von Scheibbs als Verwaltungszentrum und Handwerkersiedlung zugeschrieben

1130

Graf KONRAD I. lässt in Scheibbs eine kleine Holzkirche errichten. Sie ist eine Filialkirche von St. Leonhard am Forst

1160

Scheibbs wird erstmals in einer Urkunde namentlich genannt. OTTO DE SCIBES, ein Dienstmann der Grafen von Peilstein, wird in der Urkunde als Zeuge genannt. Sie wird im Stift Reichersberg am Inn aufbewahrt.

1171

Die kleine Kirche wird der Heiligen Maria Magdalena geweiht.

1200

Um diese Zeit wird WIGANT, der erste Pfarrer (=plebanus) von Scheibbs, erwähnt, die Pfarre war aber noch Filiale von St. Leonhard am Forst

1220

Die Peilsteiner Besitzungen fallen nach dem Aussterben dieses Geschlechtes an die Babenberger, Scheibbs wird landesfürstlicher Markt. Es kommt als Lehenssitz von den LIEBEGGERN an die PLANKENSTEINER.

1313

Die Kartause Mauerbach wird gegründet. Die Pfarre St. Leonhard und ihre Filialkirche in Scheibbs kommen unter ihre Herrschaft.

1317

Die Veste Scheuernberg, am Beginn des Lueggrabens in Neustift gelegen, wird erstmals genannt. Sie fungiert zusammen mit anderen Burgen als Bollwerk gegen auswärtige Feinde. Den dort hausenden SCHEUERPEKKEN gehörte auch der Hof am Steg (Steghof bei der Römerbrücke) mit der Hofstatt im Vogelsang (Gsanglbauer), die Badstube in Scheibbs, das Lehen gegenüber dem Struden (Wirtschaftshof des Lehenhofes), Strudenlehen genannt, die Pram, das Hinzmann mit Zubehör, das Heimbwesen Streit (am Lampelsberg), das Gut in der Stauden (am Schwarzenberg im Burgerhof), das Gut auf dem Schachen (Schacherbauer) und der Hof zu Laymberg (nördlich des Krankenhauses)

1320

Die Veste Liebegg, auf der die Plankensteiner sitzen, liegt bei der Bahnübersetzung der alten Bundesstraße in Neubruck am Hausschmidkogel. Diese Herren von Plankenstein sind Nachfolger der Liebeggger und ebenfalls Vasallen der Grafen von Peilstein. Sie besitzen auch die Veste Schibes. Ihre Burg in Neubruck bewacht den Weg in Pielachtal.

1322

Scheibbs wird selbständige Pfarre mit Begräbnisrecht und dem Recht auf Sakramentenspendung. Ebenso wie die Mutterkirche St. Leonhard wird sie der neu gegründeten Kartause Mauerbach einverleibt.

1327

Das Patronatsrecht über Scheibbs geht an die Kartause Mauerbach (bis 1437).

1330

ALBRECHT II. von HABSBURG wird Herzog von Österreich und Steiermark. Von ihm und seinem Bruder OTTO wird die Kartause Gaming >>Sankt Marien Thron<< gestiftet.

1331

Baubeginn des Kartäuserklosters, das von Mönchen aus Mauerbach besiedelt wird.

1336

Herzog ALBRECHT kauft den Steghof für seine Gründung in Gaming, für die er 1345 auch das Gut in den Stauden erwirbt und der er auch Scheuernberg schenkt.

1338

Die Pfarrchronik nennt erstmals einen Schulmeister. Im gleichen Jahr wird der Markt Scheibbs Verwaltungszentrum der Klosterherrschaft von Gaming. Der Markt wird von Herzog ALBRECHT II. der Kartause geschenkt. Von der Klostervorstehung wird Scheibbs zum Hauptamt der Klosterbesitzung und zum Sitz der Richterämter Gaming, Lunz Jeßnitz, Puchberg, Struden und Heuberg gemacht. Vom Herzog wird erwirkt, dass der Klosteramtmann nicht nur über die Marktbewohner, sondern über alle Untertanen der mit dem Hauptamt Scheibbs vereinigten Ämter Recht sprechen soll. Scheibbs wird damit zum politischen und wirtschaftlichen Mittepunkt des Klostergebietes. Die Veste Frankenstein südlich der Peutenburger Enge wird auf Anordnung Herzog ALBRECHTS II. im Interesse einer ruhigen Entwicklung der Kartause zerstört.

1342

In der Kartausenkirche von Gaming wird der Schlussstein gelegt, sie wird durch Bischof KONRAD VON GURK eingeweiht.

1346

Die Kartause Gaming erhält die Blutgerichtsbarkeit für das gesamte Kartäusergebiet, nachdem dieses vom Landgericht Peilstein abgetrennt worden war.

1347

Das erste große Pestjahr markiert den Beginn eines Zeitraumes, während dessen die Pest bis 1732 etwa zwanzig Mal in Scheibbs auftritt.

1348

Die Veste Liebegg wird samt allem Zubehör, unter anderem auch das >>Gemäuer<< in Scheibbs, an Herzog ALBRECHT verkauft. Im gleichen Jahr werden vom Liebegg und das >>feste Haus<< in Scheibbs an die Kartäuser verschenkt. Liebegg wird ebenso wie andere Burgen geschliffen. In den folgenden Jahren wird das >>Gemäuer<<, das von der alten Burg Scibes geblieben ist, von den Kartäusern instand gesetzt. Dann verlegen die Mönche den Sitz ihrer Ämter, das Hofgericht, das Kastneramt und die Verwaltung ihres Gebietes in das Gebäude. Dort werden auch Wohn- und Amtsräume für den Prior und eine Hauskapelle eingerichtet. Außer Wohnungen für die Bediensteten werden zwei große Gereidekästen für den Zehent und ein Lebensmittellager für die Bevölkerung gebaut.

1351

Das Lehen in Scheibbsbach wird von Herzog ALBRECHT dem Kartäuserkloster geschenkt, der auch viele andere Besitzungen rund um Scheibbs den Mönchen übereignet.

1352

Im zweiten Stiftungsbrief ALBRECHTS II. für die Kartause Gaming wird Scheibbs das Stadtrecht verliehen und gleichzeitig das Recht zur Abhaltung eines Jahrmarktes zuerkannt.

1353

Das Haus Nieder-Scheibbsegg am Beginn der heutigen St.-Georgener-Straße wird von OTTO DEM ÖSTERREICHER und seiner Frau KATHREI an ALBRECHT II. verkauft. Hier soll sich der Herzog mit seiner Gemahlin JOHANNA VON PFIRT öfter aufgehalten haben.

1357

Die Kartause Gaming, der die Grundherrschaft über die Stadt obliegt, wird fertiggestellt, Der >>Hof bei Scheibbs<< (Grünhof) wird von Herzog ALBRECHT erworben. Auf seinen Befehl wird ein Jahr später die Veste Scheuernberg im Lueggraben abgerissen.

1358

ALBRECHT II. stirbt in Wien. er wird ebenso wie seine Gemahlin in der Kartausenkirche in der Kartausenkirche in Gaming beigesetzt. Sein ältester Sohn wird als RUDOLF IV. Herzog von Österreich, Steiermark, Kärnten und Krain. Unter anderem bezeichnet er sich auch als >>Graf von Peilstein<< zur Bekräftigung seiner Rechte gegenüber bayrischen Ansprüchen. Im gleichen Jahr wird auch der Hof Laymberg von JANS VON SCHEUERPECK an den Herzog verkauft und der Kartause übergeben. Dies geschieht auch mit anderen Gründen am Laymberg.

1359

Kaiser KARL IV und Herzog RUDOLF IV: bekräftigen ausdrücklich gegenüber dem Abt der Kartause Gaming die Erhebung des Marktes Scheibbs zu einer >>bewehrten Stadt<<.

1360

Die Einfuhr von ausländischen Eisen aus Böhmen und Bayern wird von Erzherzog RUDOLF verboten, um die heimische Eisenproduktion zu fördern.

1371

Scheibbs wird in einer landesfürstlichen Urkunde als Stadt bezeichnet.

1377

Herzog ALBRECHT III. verlegt auf Bitten des Stiftes Gaming die Gerichte von Oberndorf und Ruprechtshofen nach Scheibbs.

1380

Der vierkantige Turm im Zuge der Stadtmauer, an der heutigen St.-Georgener-Straße, später Pulverturm genannt, wird errichtet. Die Verpflichtung zum Bau der Wehrmauer wird erfüllt.

1428

PETER DER RABENEST ist der erste namentlich bekannte Marktrichter in Scheibbs. Er übt die heutige Funktion des Bürgermeisters aus. Ihm zur Seite stehen acht Räte, Geschworene genannt. Dies ist der Innere Rat und vier Genannte, die den Äußeren Rat bilden. Ratsbürger können nur jede werden, die innerhalb des Burgfrieds ein Haus besitzen und ein Gewerbe ausüben. Der Stadtschreiber hat seinen Platz im Inneren Rat.

1429

Salz aus Aussee darf nun auch bis nach Scheibbs geliefert werden. Es wird von Säumern über das Ennstal und den Mendlingpass transportiert. Bis dahin gab es nur das Gmundner Salz, das über die Donau nach Scheibbs gelangte. Im gleichen Jahr wird die Straße zwischen Scheibbs und Purgstall gebaut.

1437

Das Patronat der Pfarre Scheibbs wird von der Kartause Mauerbach auf die Kartause Gaming übertragen. In diesem Jahr wird auch der Pfarrhof errichtet.

1448

Von Kaiser FRIEDRICH III. wird eine Gäuhandelsfreyhait Scheybs erlassen. Sie verpflichtet das Alpenvorland, Innerberg mit Lebensmitteln zu versorgen.

1460

Von Pfarrer PETTRER wird die St.-Michaels-Kapelle, die als Karner dient, gestiftet, außerdem die Hl. Veitskapelle.

1471

Das ursprüngliche Eingangsportal zum Nordflügel des Scheibbser Schlosses trägt diese Jahreszahl, die heutige Inschrift bezeichnet jedoch das Jahr 1611.

1491

Unter Prior ANDREAS II. von Gaming werden die Befestigungen erneuert und verstärkt.

1505

In diesem Jahr erfolgt die Grundsteinlegung für die spätgotische, dreischiffige Hallenkirche. Alte romantische Teile werden mit einbezogen. Damit entsteht eine der größten Kirchen Niederösterreichs.

1527

Eine türkische Streifschar belagert die Kartause Gaming, kann sie aber nicht einnehmen.

1528

Scheibbs und die Kartause Gaming werden von einer größeren türkischen Streifschar angegriffen, auch in den folgenden Jahren werden in der Region Kämpfe gegen die Türken ausgetragen.

1537

König FERDINAND I. verleiht Scheibbs ein Stadtwappen. Ein aus dieser Zeit stammendes Panthaidingbuch wird im Stadtarchiv aufbewahrt und enthält >>Weistümer<<, das sind Wahrsprüche, die auf amtliche Anfrage von rechtskundigen Männern über geltendes Gewohnheitsrecht abgegeben wurden. Ein aus dem Jahr 1537 stammendes, silbernes Siegel mit dem Stadtwappen befindet sich ebenfalls im Stadtarchiv.

1538

Scheibbs wird zum Innerbergischen Hauptmarkt erhoben. Das bedeutet, dass es zusammen mit Gresten und Purgstall die Innerbergischen Gewerkschaften mit Lebensmitteln zu versorgen hat. In diesem Jahr wird auch der erste namentlich bekannte Schulmeister - GALLUS BAUTIUS – genannt. Religion, Lesen und Schreiben sind die wichtigsten Unterrichtsgegenstände.

1539

Unter dem Marktrichter HANNES INNINGER kommt es mit der Grundherrschaft Kartause Gaming zum Streit über die Ausübung der niederen Gerichtsbarkeit. Das der Stadt zustehende Recht ist während der vierwöchigen Jahrmarktzeit vom Gaminger Hofgericht auszuüben. 1545 entscheidet Kaiser FERDINAND den Streit zugunsten der Kartause. Für verarmte Bürger wird das Obere Spital errichtet. Daneben auch das untere Spital, auch Siechenhaus am Laimberg genannt.

1544

Die Flecknertor wird verstärkt und ausgebaut. Von den Bürgern wird dafür eine Sondersteuer erhoben. Kaiser FERDINAND I. erlässt eine Eisensatzung, die den Handel zwischen der Eisenwurzen und dem Voralpenland regelt. In dieses Jahr fällt auch der Baubeginn der Dreimärkter Eisenstraße vom Ennstal über den Mendlingpass nach Göstling und über Lunz bis nach Scheibbs.

1553

Unter dem Oberen Tor, später Gaminger Tor, wird ein Gemeindekotter gebaut.

1554

Beim Steghof wird die steinerne Brücke über die Erlauf errichtet. Sie hat zu beiden Seiten eine Steinbrüstung, die mit Holzschindeln abgedeckt ist. In der Brückenmitte wird später eine Statute des Hl. Nepomuk, auf der anderen Seite eine Dreifaltigkeitsstatue aufgestellt. Sie ist im Stadtgebiet für jahrhunderte die einzige Brücke über die Erlauf

1555

Unter der Leitung von HANNS INNINGER, der zum vierten Mal Marktrichter ist, wird die Ringmauer erhöht und werden Schießluken ausgebrochen.

1561

Die Dreimärkerstraße wird fertiggestellt. Diese Bezeichnung wird für die gesamte Straßenverbindung geführt, die von den Fuhrwerken des Eisen- und Provianthandels befahren werden.

1563

Die Schützen in Scheibbs werden erstmals urkundlich erwähnt.

1565

Erstmals wird im Marktgerichtsprotokoll ein Marktschreiber genannt. Er bekommt keine fixe Besoldung, allerdings wird ihm Brennholz zur Verfügung gestellt. Für die einzelnen Amtshandlungen stehen ihm Gebühren zu.

1569

In der Zeit des aufkommenden Luthertums gibt es einen verheirateten Pfarrer und zwei weitere evangelische Geistliche, die ebenfalls verheiratet sind. In diesem Jahr wird in der Stadt mit der Einrichtung der Eisenkammer begonnen.

1570

Für jeden Dienstag wird die Abhaltung eines Wochenmarktes genehmigt. Die diesbezügliche Urkunde befindet sich im Österreichischen Haus-, Hof- und Staatsarchiv. Der Getreidemarkt befindet sich im Bereich der heutigen Hauptstraße, damals Oberer Markt, bis zum Gaminger Tor ist der Bereich des Viktualienmarktes. In diesem Jahr findet auch die erste bekannte Begehung des Burgerhofwaldes statt.

1571

Der Salzhandel mit Aussee wird über die Mendling zugelassen. Im Viertel ober dem Wienerwald ist der Salzhandel nur für Scheibbs, Waidhofen, Gresten und Purgstall erlaubt. Er ist ein Monopol er Porvianthändler.

1574

Kaiser MAXIMILIAN II. erlässt für den Scheibbser Wochenmarkt eine Marktordnung. Die Eisenkammer wird endgültig eingerichtet. In den folgenden 200 Jahren gibt es hunderte Erlässe und Preisregelungen als Grundlage für die Tätigkeit der Eisenkammer. In diesem Jahr erfolgt auch die erste dokumentierte Ötscherbesteigung durch CARL CLUSIUS.

1575

Außerhalb der Stadtmauern wird ein neuer Friedhof errichtet.

1576

Prior ANDREAS III. verhängt Strafen über die vom katholischen Glauben abgefallenen Bürger. Marktrichter MICHAEL EBERWEIN lässt Türme, Tore und Zugbrücken ausbessern.

1577

Unter dem Marktrichter MICHAEL SPIESS gibt es mit dem Prior große Schwierigkeiten wegen der Sympathie der Bürger mit der >>ketzerischen Sekte des Luthertums<<.

1581

Die gleichen Probleme gibt es auch unter dem Marktrichter BENEDIKT ÄSTNER, der deswegen sogar für einige Tage in der Kartause festgehalten wird. Seit diesem Jahr ist eine Zunftordnung für die Bäcker nachweisbar.

1583

In Krems wird eine Kirchturmuhr angekauft und nach Scheibbs gebracht. Ein Haus an der  Nordfront des heutigen Rathausplatzes wird für die Einrichtung eines Rathauses erworben. Bis dahin wurden die Geschäfte im Haus des jeweiligen Marktrichters abgewickelt.

1583

Der gesamte Rat von Scheibbs wird wegen der >>ketzerischen Religion<< nach Gaming zitiert und dort einige Tage festgehalten. Außerdem werden der ehemalige Marktrichter EBERWEIN, der Ratsherr WALSPERGER und der Marktschreiber >>wegen der Religion nach Wien verordnet<<. Später wird der Marktrichter ÄSTNER vom Prior abgesetzt. Er erlangt jedoch ein Jahr später diese Position neuerlich. Ein Jahr darauf werden ÄSTNER und EBERWEIN neuerlich nach Gaming befohlen.

1586

Die Wehrmauer stürzt teilweise ein und muss mit Stützpfeilern neu errichtet werden.

1590

Vor dem neuen Friedhof am Gürtel wird ein Friedhofsturm errichtet und mit einem schmiedeeisernen Gitter versehen. Der Scheibbser Pfarrer, Viktar JOSEF GROSS, wird wegen seiner >>verdächtigen<< Religion abgesetzt.

1591

Das Rathaus wird weiter ausgebaut, Der Hof wird gepflastert und das Dach teilweise mit Dachziegeln gedeckt. Der Rathausbrunnen erhält einen Trog aus Eichenholz

1592

Unter Marktrichter MATHÄUS HÄNNDL werden das Sandtor und der anschließende Turm neu errichtet.

1596

Die Rüststeuer und andere Abgaben belasten die Bürger. Vieles muss für eine eventuelle Verteidigung der Stadt angeschafft werden.

1597

Die Bauernaufstände greifen auch auf das Gebiet von Scheibbs über. Bader in Scheibbs ist WOLF REICHER, der ebenso wie alle Besitzer der Badstuben seit 1537 namentlich bekannt ist. Später wird der Bader Wundarzt genannt, ist aber kein graduierter Arzt.

1598

In diesem Jahr verfügt ein Erlass Erzherzog FERDINANDS III., dass alle Protestanten innerhalb von 14 Tagen Innerösterreich verlassen müssen. Erstmals wird im Marktgerichtsprotokoll eine Orgel in der Pfarrkirche erwähnt.

1601

Um diese Zeit wird neuerlich eine Feuerordnung erlassen.

1602

In der Stadt dürfen keine Einquartierungen vorgenommen werden, damit die Lebensmittelversorgung von Innerberg und der heimischen Schmiede nicht gefährdet wird.

1609

Wehranlagen, Tore, Schranken und >>Aufziehpruckhen<< werden mit Holz vom Burgerhof ausgebessert. Zusätzlich werden zwei Zentner Pulver angekauft. Zu dieser Zeit dürfte der Turm der Pfarrkirche aus Stein gebaut oder zumindest erhöht worden sein. Der Rat von Scheibbs schließt mit dem Steinmetz STEPHAN PRANDT aus Sölling einen Vertrag wegen des Steinwerkes beim Turmgebäu.

1610

Das Schloss am Rathausplatz wird aus- und umgebaut und erhält im Hof ein Renaissance-Eingangsportal

1614

Die umgebaute Pfarrkirche und der neue Friedhof vor dem Flecknertor werden lange nach der Fertigstellung durch den Passauer Bischof geweiht

1615

Erstmals wird im Marktgerichtsprotokoll ein kleines Schulhaus erwähnt. Es stand gemeinsam mit einem weiteren kleinen Haus auf jenem Areal des Rathausplatzes, auf dem sich heute das Gebäude der Wirtschafskammer befindet. Beim großen Brand des Jahres 1645 wurden beide Häuser vollkommen zerstört.

1620

Angesichts der Ereignisse des beginnenden Dreißigjährigen Krieges werden vier Pechpfannen und Pulver angeschafft. 30 zugeteilte Soldaten helfen bei der Ausbesserung der Befestigungsanlagen. Der berühmte Barockkomponist JOHANN HEINRICH SCHMELZER wird geboren (gest. 1680 in Prag)

1621

Die Stadttore werden wegen marodierender Banden besonders bewacht.

1622

Ein Teil der Ringmauer stürzt ein und muss ausgebessert werden. Dafür wird eine Sonderabgabe eingehoben.

1623

In Scheibbs und Purgstall tritt wieder die Pest auf. Der Sandsteg wird umfassend renoviert, ebenso die kleine Brücke beim Flecknertor und jene beim Kupferschmied über den Schöllgrabenbach in der Hauptstraße sowie die >>Pruckhen beim Untern Tor<<.

1624

Die Siedlung Neustift entsteht. Der Name ist auf die Einrichtung eines neuen Stifthammers zurückzuführen. Schindelnägel spielen in diesen Tagen noch eine besondere Rolle. Der dortige Tuffsteinbruch wird 1627 als >>Steinbruch in Cranabethen<< erwähnt.

1627

Die Eisensatzung für Scheibbser Eisen wird durch FERDINAND II. erlassen.

1631

Pfarrer OSWALD BAUMER stiftet den Ölberg vor der Kirche, ebenso die Sakristei, den oberen Orgelchor und den Taufstein. An Pfarrer BAUMER erinnert der Grabstein seitlich des Ölbergs.

1634

Kirchenpropst wird der frühere Marktrichter SEBASTIAN TEUFEL. Er übt damit die Funktion eines Verwalters des Pfarrgutes aus. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wird diese Position stets von zwei Bürgern besetzt. In diesem Jahr müssen 36 verwundete und kranke Soldaten von der Stadt aufgenommen und verpflegt werden.

1637

Ab diesem Jahr werden zahlreiche Sondersteuern für die Weiterführung des Dreißigjährigen Krieges eingehoben.

1638

Am Rathausplatz wird ein neues Schulhaus eröffnet. Es enthält zwei Schulräume, die Schulmeisterwohnung und ein Zimmer für den Cantor.

1641

Eine kaiserliche Kriegsarmada mit 34 Reitern und 37 Pferden quartiert sich für drei Monate in der Stadt ein. Prior ANTON II. bewilligt der Stadt einen >>Burgfried<<, der festlegt, dass innerhalb der darin festgelegten Grenzen vorgefallene strafwürdige Handlungen allein vom Marktrichter abzustrafen sind. Nur >>Malefizsachen<< verbleiben dem Hofrichter in Gaming.

1642

Das Privileg der Quartierbefreiung von 1603 wird für die drei Provianthandelsmärkte erneuert.

1643

Vor dem Rathaus wird ein Pranger errichtet. Dort werden Verurteilte zur Schau gestellt. der Marktrichter und zwei Ratsmitglieder werden nach Wien befohlen, wo sie aus der Ratskasse ein Darlehen von 400 Gulden leisten müssen. Im Oktober wird die >>Erzbruderschaft Jesus und Maria des heiligen Rosenkranz<< durch Pfarrer JOHANN GOLITZ gegründet.

1644

Ein Pestkreuz wird als Dank für das Erlöschen der Pest errichtet, Wehrmauer und Tortürme werden neuerlich ausgebessert.

1645

Ein verheerender Brand vernichtet die halbe Stadt. Zu dieser Zeit soll bereits eine Apotheke bestanden haben. Der Burgerhofwald wird von den Kartäusern den Bürgern der Stadt übergeben.

1646

Nach dem großen Brand wird die Pfarrkirche wieder aufgebaut und mit einer barocken Inneneinrichtung versehen. Erstmals wird sie mit Tondachziegeln eingedeckt. Mit dem Anbau der Annen- und der Nikolauskapelle wird nun der Turm in den Kirchenbau integriert. Für Soldaten und Pferde müssen mehrfach Winterquartiere beigestellt werden.

1647

Prior NIKOLAUS gewährt den Bürgern einen erweiterten Burgfrieden. Der Prior verleiht außerdem eine Grundbuchordnung. Nach der Beendigung des Dreißigjährigen Krieges ziehen entlassene Söldner und anderes Gesindel plündernd umher.

1650

In Niederösterreich grassiert wieder die Pest, und die Torwachen haben den Auftrag, keine verdächtigen Leute einzulassen. Für den Wideraufbau des Kirchturms verwendet Marktrichter HILLMAIR auf Geheiß des Priors 700 Gulden aus der Stiftung des verstorbenen Eisenhändlers SIMON SPIESS. Die Kirche bekommt eine Turmuhr und neue Glocken.

1651

Zwischen der heutigen Kartäusergasse und der Abt-Dietmayr-Gasse wir das neue Hofrichterhaus errichtet.

1660

Die Einzelheiten der Ordnung der Fronleichnamsprozession werden in einem Marktgerichtsprotokoll genau festegelegt.

1662

Jeder 30. Mann muss zum Militär gegen die Türken einrücken.

1664

Tortürme und Ringmauern werden wegen der drohenden Türkengefahr ausgebessert und verstärkt. Die Bürgerschaft wird mit Waffen ausgestattet. Der Mesner wird verpflichtet, auf den rechten Klang des Glockengeläutes zu achten, dies bei sonstiger Schmälerung des Solds. Die Bürger sollen Hühner und Schweine an Sonn- und Feiertagen und zu Zeiten des Wochenmarktes daheim behalten und nicht im Markt umherlaufen lassen.

1666

Das >>Panthaiding-Buch<< aus 1537 wird neu abgeschrieben und dient als Grundlage zur Rechtsprechung.

1670

Am Rathausplatz Nr.8 wird KARL JOSEF DIETMAYR, der spätere Abt BERTHOLD DIETMAYR des Stiftes Melk, als Sohn des Gaminger Hofrichters JOHANNES ANTONIUS DIETMAYR geboren. In diesem Jahr wird auch die Gründung eines Kapuzinerklosters beschlossen, um dem Pfarrer in der Seelsorge zu helfen. Ein neues unteres Spital anstelle des früheren außerhalb der Stadtmauern wir errichtet.

1677

Drei Kapuzinerpatres und ein Laienbruder aus der ungarischen Ordensprovinz kommen nach Scheibbs, um beim Klosterbau zu helfen, Im folgenden Jahr wird dafür der Grundstein gelegt.

1678

Gegenüber der Ortsmitte wird am linken Erlaufufer eine neue Schießstätte mit vier Schießständen und einer Schießluke eröffnet. Die frühere Schießstätte beim Wiener Tor muss wegen der Errichtung des Kapuzinerklosters geräumt werden.

1682

Das Kapuzinerkloster wird bezogen, zwei Jahre später wird die dazugehörige Kirche eingeweiht. Sie h at – wie ordensüblich – keinen Turm, sondern nur einen Dachreiter. Das Hochaltarbild zeigt als Kirchenpatronin die Heilige Barbara.

1683

200 Türken stehen vor den Mauern, können die Stadt jedoch nicht erstürmen.

1688

Einem großen Brand fallen acht Bürgerhäuser zum Opfer.

1691

In der Pfarrkirche wird der Altar der Hl. Anna und der des Hl. Nikolaus geweiht. Im Jeßnitzer Amt wird anstelle der Kapelle eine kleine Kirche errichtet und geweiht. Vorher mussten die Bewohner stundenlange Fußmärsche zur Kirche nach Scheibbs auf dich nehmen. Erst 1782 bekam St. Anton einen ständigen Pfarrer und erst 1807 wird St. Anton selbständige Pfarre.

1696

Der Hofrichter JOHANNES ANTONIUS DIETMAYR wird von Prälat BENEDIKT nach 29.-jähriger Dienstzeit seines Amtes enthoben und zum Klosteranwalt ernannt, Nach vehementen Protesten der Scheibbser Bürger wird diese Entscheidung rückgängig gemacht. Sein Sohn ZACHARIAS JOSEF DIETMAYR wird Hofrichter.

1697

Auf Ansuchen von Prälat Benedikt erlässt Kaiser LEOPOLD I. für Scheibbs eine neue Marktordnung.

1700

BERTHOLD DIETMAYR wird im Alter von dreißig Jahren Abt des Stiftes Melk.

1701

Der Bauernhof Parz an der Straße nach Neustift wird von Pfarrer PIRNHUBER aus Frankenfels der Stadt als Stiftung für die Armen des Ortes übergeben. Um 86 Gulden wird für den Marktrichter ein silbernes Szepter angeschafft. Es trägt die Initialen des Prälaten BENEDIKT VON GAMING und des damaligen Marktrichters JOHANN GEORG STEINER.

1702

Die Schulbesucheszeit wird genau festgelegt und den Bürgern aufgetragen, möglichst alle Kinder zum Schulunterricht zu schicken. Es muss Schulgeld bezahlt werden.

1703

Mit dieser Jahreszahl sind verschiedene Bauernwaffen versehen, die im Rathaus ausgestellt sind. Die Pfarrkirche erhält einen barocken Hochaltar. Für herrschaftliche Kirchenbesuche werden reich geschnitzte, vergoldete Oratorien eingebaut.

1704

Im Marktgerichtsprotokoll wird eine Schießstätte am Burgerhof erwähnt.

1706

Die Straßenpflasterung der Hauptstraße wird teilweise erneuert.

1708

Bestallung des Freimannes (Henkers) FRIDRICH EDER.

1711

Für die Hammer- und Hufschmiede wird eine neue Zunftordnung erlassen. Der Prälat in Gaming erlaubt die Loslösung des Nagelschmiedegewerbes von den übrigen Schmieden. Ein Tornado wütet in Scheibbs und richtet große Verwüstungen an.

1712

Dieses Jahr ist neuerlich ein Pestjahr. In der Pfarrkirche werden die barocke Kanzel und ihr Gegenstück, der Hl. Nepomuk auf der Weltkugel, errichtet.

1713

Der Rainstein, ein zwei Meter hoher Grenzstein, wird vom Stift Gaming in der Rotte Görtenberg nächst dem Haus Moarreith, südöstlich des Schwarzenberges, gesetzt. Der heute noch vorhandene Stein trägt die Wappen der dort zusammenstoßenden Landgerichtsbezirke Gaming, Plankenstein und Friedau (Weißenburg im Pielachtal). Aus diesem Jahr stammt das Richtschwert, das im Rathaussaal ausgestellt ist.

1714

Beim Sandsteg wird anstelle des durch den Tornado zerstörten Gebäudes eine neue Schießstatt eröffnet.

1722

Am heutigen Rathausplatz wird gegenüber der Kirche die barocke Johannessäule errichtet.

1726

Für eine Loreto-Kapelle an der Südseite der Pfarrkirche erfolgt die feierliche Grundsteinlegung. Heute wird diese Kapelle Marienkapelle genannt.

1729

Prälat JOSEF KRISTELLI verbessert in 19. Punkten die Handwerksordnung der Schneider. Die frühere Handwerksordnung stammt aus dem Jahr 1600

1730

Zum Rathausplatz wird eine neue steinerne Stiege gebaut.

1731

Von den Kartäusern wird im Schlosshof eine Sonnenuhr angebracht

1741

Die Kartause Gaming und damit auch die Stadt müssen empfindliche Requisitionen an Geld, Naturalien und anderen Waren leisten und nach Ybbs abführen. Die Zugbrücken werden repariert und alle Tore stets versperrt gehalten. Die Schießstätte am Burgerhof wird neu gebaut und eröffnet. Daran erinnert eine Scheibe, die den Schreiber, den Trommler und den Pritschenmeister zeigt. Erst mit dem Zweiten Weltkrieg verfällt diese Schießstätte, die 1982 wieder neu errichtet wird.

1744

Am Kirchturm wird eine Schlaguhr angebracht.

1745

Kaiserin MARIA THERESIA erlässt das erste Privileg für die Holzschwemme auf der Erlauf.

1750

Der in diesem Jahr berufene Marktrichter MICHAEL STILP ist ein viel beschäftigter Barockmaler, von dem unter anderem die Deckenfresken in der Schatzkammer von Maria Taferl und drei große Altarbilder in der Kirche von St. Sebastian bei Mariazell stammen und der Altar der theologischen Fakultät der Universität Wien

1758

Ein >>beglaubigter<< Postbote geht zweimal wöchentlich von der steirischen Grenze am Zellerrain bis zur Poststation Kemmelbach.

1762

Von der Eisen- und Provianthändlerin ANNA KATHARINA WEEDL wird das Beneficium gestiftet, ein halbes Haus nördlich des Pfarrhofes. Es diente als Wohnhaus des Benefiziaten.

1766

Für die Pfarrkirche wird eine schwere silbervergoldete Monstranz angekauft.

1771

Im Auftrag Kaiserin MARIA THERESIAS wird durch Hauptmann STAFFIERI die erste Hausnummerierung der 82 bürgerlichen Häuser und die namentlich Erfassung der Hausbesitzer durchgeführt.

1776

Auf einer weiten Strecke entlang der Erlauf stürzt die Stadtmauer durch Unterspülung ein.

1782

Die Kartause Gaming wird aufgehoben. Ihre Besitzungen fallen an den staatlichen Religionsfonds. Die Rosenkranzbruderschaft wird aufgelöst. Der Friedhof rund um die Pfarrkirche wird auf Anordnung des Kaisers aufgelassen. In den folgenden Jahren wird die dortige Gottesackerkirche entweiht und aufgelassen. Das von der Bürgerschaft bis dahin ausgeübte Richteramt geht an den Staat über.

1792

Ein Wehrturm beim Sandsteg muss wegen Bauschäden abgetragen werden.

1793

Kaiser FRANZ bestätigt das Recht zur Abhaltung eines wöchentlichen Körnermarktes. Weitere Märkte werden 1820 und 1825 bewilligt. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wird von Scheibbs aus das Gebiet von Gaming, Lunz bis Hieflau und im Pielachtal von Frankenfels bis Mariazell und Gusswerk beliefert.

1795

In Scheibbs stirbt Prälat STEPHAN BRAUN, der letzte Gaminger Prior. Er hatte seine letzten Jahre hier verbracht. Heute ist er in der Kartausenkirche bestattet.

1796

In der Pfarrkirche wird eine neue Orgel aufgestellt. Sie stammt vom aufgelassenen Minoritenkloster in Stein.

1797

Die Bürger von Scheibbs, Gaming und Gresten ziehen gegen die heranrückenden Franzosten zur steirischen Grenze. Die Gebeine des Stifterpaares der Kartause Gaming, Herzog ALBRECHTS II. und seiner Gemahlin JOHANNA VON PFIRT, und der Schwiegertochter ELISABETH VON BÖHMEN werden aus der aufgelassenen Kartausenkirche unter Beteiligung des Rates von Scheibbs in die Gaminger Pfarrkirche übergeführt. heute sind sie wieder in der Kartausenkirche bestatten.

1800

Im Krieg gegen NAPOLEON werden in Scheibbs österreichische Husaren einquartiert, am linken Erlaufufer halten Franzosen Wache.

1808

Mit kaiserlichem Patent wird eine Landwehr eingerichtet. Alle waffenfähigen Bürger müssen jeden Sonn- und Feiertag exerzieren.

1809

JOSEF PFEIFFER, für kurze Zeit Kooperator in Scheibbs, später Schlossgeistlicher in Weinzierl, angesehener Maler und Zeichner, ist eine Anzahl bemerkenswerter Zeichnungen zu verdanken, von denen viele Ansichten der Stadt und der Umgebung zeigen

1817

ANDREAS TÖPPER beginnt sine wirtschaftliche Tätigkeit in Scheibbs

1820

Die Tortürme, Wehranlagen und Wallgraben sollen an Scheibbser Bürger verkauft werden. Der Wehrgraben beim Flecknertor wird zugeschüttet. Kaiser FRANZ reist von Wieselburg über Scheibbs nach Lunz

1826

Herrschaft und Schloss von Scheibbs werden vom Staat versteigert, IGANZ und LUISE MÜLLER aus Wien sind die neuen Besitzer.

1827

Auf dem Ginselberg wird eine Spiegelfabrik gegründet.

1828

Herrschaft und Schloss werden an WENZEL JOSEF RITTER VON SALLABA verkauft.

1829

Das Bruderschaftsgebäude wird abgetragen. TÖPPER lässt in Neubruck eine neue Brücke über die Erlauf zu seinem Werk errichten.

1832

Das Burgerhoftor wird an den Nagelschmiedemeister PHILIP RAITER verkauft.

1833

Das Untere Spital wird an die Familie MARK verkauft, das Flecknertor geht an den Maler STILP, das Sandtor an Herrn ANDERLE. Das Bürgerspital wird für verarmte Bürger am südlichen Ortsende neu erbaut. Die letzte Hinrichtung in Scheibbs findet statt.

1834

TÖPPER lässt neben seinem Wohnhaus in Neubruck eine Kapelle errichten.

1835

Über den Burgfrieden wird mit der Herrschaft Scheibbs ein Vergleich abgeschlossen.

1836

Die Strudenbrücke in Neustift wird vom Maurermeister SEBASTIAN STURM aus Tuffstein errichtet. Nach St. Georgen und Oberndorf wird eine neue Straße errichtet. Die k.k. Briefpostsammlung wird eingeführt. Täglich verkehrt ein pferdebespannter Postwagen zwischen Scheibbs und Pöchlarn

1837

TÖPPER lässt am südlichen Ortsende eine Holzbrücke (heute Töpperbrücke) über die Erlauf errichten. Eine Brücke beim Heuberghammer ist FRANZ HUEBER zu verdanken.

1838

In 85 bürgerlichen Häusern wohnen 1008 Einwohner.

1839

Der Turm der Pfarrkirche wird um 3,15 Meter auf 60 Meter erhöht. Auch der Dachstuhl wird höher gebaut. Das Schulhaus, heute Gehringer-Haus am Rathausplatz, wird aufgestockt und erhält einen zweiten Stock mit Klassenzimmern. 1840 werden dort erstmals 235 Kinder unterrichtet.

1842

Das Patronat über die Pfarrkirche geht an JOHANN ADOLF VON SALLABA über.

1843

Ein Hl. Florian aus Naturstein wird am Stadtbrunnen an Stelle der hölzernen Statue aufgesetzt. Der Rathausplatz wird planiert. FRANZ WERTHEIM kauft am Ginselberg in Neustift den Gstettenhammer und beginnt mit der Herstellung von Holzbearbeitungswerkzeugen. Er entwickelt eine sehr erfolgreiche Industrieproduktion.

1844

Das Armenhaus Parz wird von SALLABA dem Armeninstitut der Pfarre übergeben.

1845

Schloss Lehenhof wird fertiggestellt, sein Besitzer ist Graf ALMÁSY. Der Gaminger Torturm wird abgebrochen.

1846

Die zweite Hausnummerierung wird durchgeführt. IGNAZ HÖFINGER wird zum Kirchenpropst und provisorischen Marktrichter bestellt.

1847

Der Kaufmann JULIUS MARK ist der letzte Marktrichter.

1848

Von den ledigen Gesellen wird ein Kranken-Unterstützungsverein gegründet. Kaiser FRANZ JOSEF I. sanktioniert das Gemeindegesetzt, mit dem freie Gemeinden sowie Bezirks- und Kreisgemeinden geschaffen werden. Die Selbstverwaltung der Gemeinden wird eingeführt. 43 Soldaten werden einquartiert, um die Bauern zu entwaffnen, Die Gemeinde Neustift wird gegründet.

1849

Das Rathaus wird umgebaut.

1850

Die Bezirkshauptmannschaft und das Bezirksgericht werden errichtet. Zum ersten Bürgermeister wird der Kaufmann IGNAZ HÖFINGER gewählt, der erst Gemeinderat wird eingesetzt.

1851

Scheibbs bekommt seinen ersten öffentlichen Notar und den ersten Gendarmerieposten.

1852

RITTER VON SALLABA schenkt der Gemeinde das Gehringer-Haus für Schulzwecke. Die Schule wird ab nun vierklassig geführt.

1853

Die bürgerliche Haubenmacherin THERESE ADLER stellt in >>Heuberg negst Scheibbs<< Goldhauben her.

1858

Der Burgerhof wird durch Ankauf des bäuerlichen Besitzes Untermieselmaiß vergrößert, dann nochmals durch Ankauf des Bauernbesitzes Grub, und aufgeforstet. – Die Scheibbser Sparkasse nimmt ihre Tätigkeit im ersten Stock des Rathauses auf. Ihre Gründung war bereits 1853 beschlossen worden. Der Gründungsauftrag war es, der Bevölkerung die Gelegenheit zur sichern und zinsbringenden Anlage ihrer Ersparnisse zu geben.

1859

PAUL URLINGER wird Pfarrer.

1862

Der Männergesangsverein wird gegründet (2005 aufgelöst).

1863

Die Spiegelfabrik am Ginselberg wird versteigert. ANTON GRAF SCHÖNFELDT erwirbt den Besitz und baut ihn zu einem Schloss um. Die Freiwillige Feuerwehr wird gegründet.

1864

Der Färbermeister FRANZ MARK beginnt als Fotograf zu arbeiten. Der Postmeister IGNAZ PABLÉE und seine Frau JOSEFA kaufen das Posthaus an der Hauptstraße. Er beschäftigt fünf Postknechte und drei Mägde. In der Pfarrkirche wird eine große, mechanisch betriebene Weihnachtskrippe aufgestellt. Die mechanische Krippe in der Pfarrkirche wurde von AMAND, Laienbruder der Kapuziner, geschaffen. Das mechanisierte Werk baute der Pfarrer STEIGER von Plankenstein 1872 auf Wunsch des Pfarrers URLINGER dazu. Von den rund 50 Figuren sind 10 beweglich.

1865

Die Dreimärkter Eisenstraße, heute Bundestrasse 25, wird als Landestraße übernommen.

1866

ANDREAS TÖPPER kauft Herrschaft und Schloss Scheibbs. Das Sandtor wird abgebrochen.

1867

Das Schloss erhält an der Nordwestecke einen Vorbau mit Eingangsportal und Balkon. Die Bezirkshauptmannschaft nimmt endgültig im Schloss ihre Tätigkeit auf. Gassen und Straßen bekommen erstmals durch Gemeinderatsbeschluss ihren offiziellen Namen.

1868

Die Schützengesellschaft veranstaltet anlässlich ihres dreihundertjährigen Bestehens ein großes Schützenfest-

1869

Für die Pfarrkirche werden neue Kreuzwegbilder angeschafft. Ein Militärveteranenverein wird gegründet.

1870

Der Burgerhofbesitz wird durch Ankauf des Bauerngutes Eibenbrunn neuerlich vergrößert. Im folgenden Jahr wird als Brennholzversorgung der Forstbesitz Steinberg in Kienberg gekauft.

1872

Der Fabriksbesitzer ANDREAS TÖPPER stirbt am 27. April.

1873

Der Bahnbau der Linie Pöchlarn-Kienberg-Gaming wird begonnen. 1877 ist die Linie fertiggestellt. Im Unteren Markt gibt es einen Großbrand.

1876

In Saffen wird die Brücke über die Erlauf gebaut. Das k.k. Aichamt beginnt mit seiner Tätigkeit in Scheibbs, die erst 1973 aufgelassen wird. Die Schießstätte beim Sandtor wird aufgelassen.

1880

Das westseitige Erlaufufer wird befestigt. Die eiserne Brücke zum Bahnhofsplatz wird eröffnet.

1881

Das Wiener Tor wird abgebrochen. Das Patronat der Pfarrkirche und das Schloss gehen an den Papierfabrikanten EDUARD MUSIL; EDLER VON MOLLENBRUCK, über.

1882

Der Ochsenmarkt wird auf den Erlaufkai, zwischen Wassergasse und Sandsteg, verlegt.

1883

Im Postamt wird der Telegrafendienst aufgenommen. Der Sandsteg erhält eine Eisenkonstruktion. Im Schloss wird ein Vermessungsamt eingerichtet.

1884

Von Frau AUGUSTE SPAUN wird das Haus Nr. 85 für die Errichtung eines neuen Schulhauses angekauft. Ein Jahr später werden ein neues Schulhaus und der erste öffentliche Kindergarten eröffnet.

1885

Beim Sandsteg wird die erste öffentliche Badeanstalt Niederösterreichs eröffnet. Gründung des Turnvereines.

1886

Die erste elektrische Straßenbeleuchtung in der österreichisch-ungarischen Monarchie wird eingeführt. Der Österreichische Touristenklub Sektion Scheibbs beginnt seine Tätigkeit.

1887

RUDOLF RADINGER gründet eine Druckerei. Am 20 März wird der >>Darlehens-Cassen-Verein System Raiffeisen<< gegründet. Einer der Gründerväter und erster Obmann ist HEINRICH GRAF SCHÖNFELDT.

1888

Auf dem Blassenstein wird eine hölzerne Aussichtswarte (Urlingerwarte) errichtet.

1892

Einige dem Gemeindegebiet von Neustift zugehörige Grundstücke werden an die Gemeinde Scheibbs übertragen. Bau und Eröffnung der hölzernen Greinbergwarte (1935 zerstört).

1896

Bereits drei Viertel aller Häuser sind elektrifiziert. Von Dr. FRANZ HAISER wird der erste Benzin-Motorwagen betrieben.

1899

Als erster Chirurg im Bezirk amtiert Dr. RUDOLF BIRNBACHER. Seit zehn Jahren wird die Pfarrkirche restauriert und erneuert.

1901

Einstellung der Blochtrift auf der Erlauf.

1902

Die Marktmühle wird aufgelassen und von der Gemeinde angekauft. Auf ihrem Platz befindet sich heute das E-Werk. Der Sängerbund Neustift wird gegründet.

1903

Die Urlingerwarte auf dem Blassenstein wird in Stein gemauert.

1906

Ein Volksbildungsverein wird gegründet. Dr. FRITZ HAMBURGER übernimmt Herrschaft und Schloss Scheibbs. Aus dem gemeindeeigenen Kindergarten wird ein Landeskindergarten. Das Rathaus wird ausgebaut.

1907

Der Gemeinderat beschließt die Errichtung einen Krankenhauses.

1908

Der bereits bestehenden Knaben-Bürgerschule wird eine Mädchen-Bürgerschule angegliedert. Frau FRIEDERIKE HÖFINGER gründet einen Verein für die Hauskrankenpflege

1909

Eine kostbare Bürgermeisterkette wird angeschafft, die der Bürgermeister ab nun bei feierlichen Anlässen trägt.

1911

Das Bezirkskrankenhaus wird eröffnet.

1914

Eine Bürgerwehr von 40 Mann wird aufgestellt. Die ersten Kriegsverwundeten treffen ein. Während der Kriegszeit müssen drei Kirchenglocken abgeliefert werden.

1917

In Saffen wird ein neuer Gemeindefriedhof eröffnet. Von der Familie MUSIL werden die Mosaikbilder zu beiden Seiten des Hochaltares gespendet.

1922

Im Gasthof >>Schwarzer Elefant<< wird im ersten Stock eine Bauernkammer eingerichtet.

1923

Von acht Kaufleuten wird die Lega, eine Lebensmittel-Großhandelsgesellschaft, gegründet. Im Ortsgebiet dürfen Motorradfahrer nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von sechs Stundenkilometern unterwegs sein, weil sie durch Raserei und großen Lärm Ärgernis erregt haben.

1924

LUDWIG WEINBRENNER richtet in der ehemaligen Fabrik Gaißmayer & Schürhagl eine Tonwarenerzeugung ein.

1926

Der 25. Juni ist insofern ein wichtiges Datum, als eine neuerliche Stadterhebung erfolgt. Da gleichzeitig mit der Stadterhebung erfolgt. Da gleichzeitig mit der Stadterhebung des Jahres 1352 wirtschaftlich sehr wesentliche Marktrechte verliehen worden waren, waren die Stadtrechte in Vergessenheit geraten und werden nunmehr neuerlich bestätigt. Die Papierfabrik in Neubruck sowie Schloss und Herrschaft Scheibbs gehen auf Dr. KARL und Dr. PHIILPP RITTER VON NEUFELDT-SCHOELLER über. Die Pfarrkirche bekommt zwei neue Glocken.

1927

Das Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten wird vom Bildhauer JOSEF SCHAGERL geschaffen und vor der Pfarrkirche aufgestellt. Die Bürgerschule wird n eine vierklassige Hauptschule umgewandelt. Die Sparkasse unterstützt die Errichtung einer Lehrwerkstätte.

1928

Auch in Scheibbs wird eine Heimwehr eingerichtet, jedoch kommt es zu keiner Konfrontation. Bei der Trinkwasserleitung werden Wasserzähler eingerichtet.

1933

Domkurat JOHANN KLOIBER wird Stadtpfarrer.

1936

Für die Pfarrkirche wird eine Friedensglocke geweiht. Die Kapuziner verlegen ihre philosophisch-theologische Hauslehranstalt nach Scheibbs

1937

Der Gutspächter OTTO RÖSSLER wird vorläufiger NSDAP-Kreisleiter. Ortsgruppenleiter wird der aus einer alten Gerberfamilie stammende JOSEF GLAX. Bei der Volksabstimmung für ein Großdeutsches Reich gibt es in der Stadt eine Nein-Stimme und zwei ungültige Stimmen. Noch im selben Jahr gibt es Deportationen von Scheibbser Juden in das KZ Dachau

1938

Bei der Kapuzinerkirche wird eine Rot-Kreuz-Stelle eingerichtet. Schloss Lehenhof wird von der Gemeinde Wien für die Einrichtung einen Kindererholungsheimes angekauft.

1939

Die Kapuziner müssen das Kloster räumen und übersiedeln nach Wien, In das Klostergebäude ziehen verschiedene Organisationen der NSDAP ein.

1945

In Scheibbs marschieren die russischen Truppen ein. Pfarrer KLOIBER tritt ihnen mit einem weißen Tuch in der Hand entgegen. Beim Einmarsch der Russen im Jahr 1945 gewährt er vielen Frauen und Mädchen Schutz in Pfarrhof und Kirche. Ihm sind auch viele Verschönerungen der Kirche zu verdanken. Die Bauernhöfe Großreith und Kothbauer brennen ab, die Feuerwehr kann ihnen nicht zu Hilfe kommen, da ihre Fahrzeuge von den Russen requiriert wurden. Die Postangestellte MARTHA EBNER wird von einem russischen Offizier zur provisorischen Leitung des Postamtes bestellt. Im Gashof GRUBER wird eine Kommandantur der Roten Armee eingerichtet. Im August verlassen beinahe alle Russen Scheibbs. Die Kapuziner übernehmen wieder ihr Kloster und die theologische und philosophische Fakultät der Wiener Ordensprovinz wird wieder hier her verlegt. Bürgermeister wird JOSEF HERRMANN.

1946

Die Bezirksstelle des Roten Kreuzes wird wieder neu gegründet. Die Straßenbeleuchtung in Scheibbs und Neustift wird erweitert. Scheibbsbach wird wieder eine selbständige Gemeinde.

1947

I: Dreikönigsritt am 6. Jänner in Scheibbs.

1950

In diesem Jahr wird ANTON HEROK zum Bürgermeister gewählt, dessen Aufgabe es ist, die Bedürfnisse der Bevölkerung bei der russischen Kommandantur durchzusetzen. In seiner Zeit werden der Bauhof der Straßenmeisterei und mehrere Bundes- und Landesgebäude errichtet. Auch die Erweiterung des Wasserleitungsnetzes und der Straßenbeleuchtung, der Bau von Kläranlagen sowie Ausbau und Modernisierung des Krankenhauses gehen auf seine Initiative zurück. Die Papierfabrik in Neubruck und das Schloss werden von Dr. JOSEF GREINERT erworben. Die Agrarbezirksbehörde wird für den Güterwegebau eingerichtet. Das Geläute der Pfarrkirche wird vervollständigt. Die Wirtschaftskammer richtet ihre Bezirksstelle ein. In der Bezirksbauernkammer wird eine landwirtschaftliche Fortbildungsschule eingerichtet. Längs der Erlauf wird ein Sammelkanal errichtet

1952

Auf der Rudolfshöhe wird eine Aussichtswarte errichtet und nach dem Notar und Heimatforscher Dr. HEINRICH JELINEK (1884-1964) benannt. Der sechshundertste Jahrestag der Stadterhebung wird feierlich gegangen. Für Finanzamt und Vermessungsamt wird ein neues Gebäude errichtet. Das Schloss, seit 1850 Sitz von Bezirkshauptmannschaft und Bezirksgericht, wird durch das Land Niederösterreich angekauft und restauriert.

1955

Die russische Kommandantur wird aufgelassen. Die landwirtschaftlichen Flächen nördlich der St.-Georgener Straße, die noch innerhalb des Burgfrieds lagen, werden zum Zweck der Errichtung von Wohnbauten veräußert. Auch andere früher landwirtschaftlich genützte Gründe werden mit Wohnungen oder Einfamilienhäusern verbaut

1956

Die Volkshochschule nimmt ihre Arbeit auf, die sich in den folgenden Jahren zu einer bedeutenden Einrichtung der Erwachsenenbildung entwickelt. Der ÖAMTC Scheibbs wird gegründet.

1957

Die Sparkasse wird in das heutige Haus Hauptstraße Nr. 13 verlegt.

1960

In der Siedlung >>Im Burgfried<< werden 67 Häuser errichtet. Das Vermessungsamt wird im neuen Bundesamtsgebäude untergebracht.

1961

Das Bezirksaltersheim wird vom Bezirksfürsorgeverband erworben.

1964

Das Musisch-Pädagogische Realgymnasium wird als Expositur des Gymnasiums St. Pölten eröffnet (ein eigenes Schulgebäude bekam es erst 1983). Der Grundstein zur Evangelischen Heilandskirche wird am 5. Juli gelegt. Die Weihe findet am 28. August 1968 statt.

1965

Ein neuer Kindergarten für 100 Kinder wird beim Flecknertor eröffnet.

1966

Die Kapuzinerkirche wird vollständig renoviert.

1967

Der Friedhof am Gürtel wird aufgelassen und zu einem Kinderspielplatz umgestaltet. Die Töpperkapelle bleibt bestehen. Der Briefmarkenverein Scheibbs wird gegründet.

1968

Im Kapuzinerkloster wird ein Schülerheim für 88 Mittelschüler eingerichtet. Das Bezirksaltersheim erhält einen Zubau.

1969

Die Gemeinde Scheibbsbach wird wieder mit Scheibbs vereinigt. Im Krankenhaus ersetzen weltliche Krankenpflegerinnen die geistlichen Schwestern vom >>Göttlichen Heiland<<, die die Krankenpflege jahrzehntelang besorgt hatten.

1970

Über Vorschlag von WILHELM LÖWENSTEIN werden von der Stadtgemeinde eine neue Hausnummerierung und teilweise neue Straßenbezeichnungen beschlossen.

1971

Die Gemeinde Rutesheim in der Nähe von Stuttgart wird Partnergemeinde von Scheibbs. Im Kapuzinergarten wird eine neue Hauptschule errichtet. Ein neues Hallen- und Freibad wird eröffnet. Beim Umbau des Pfarrhofs kommen Bauteile aus Gotik, Barock und Renaissance zum Vorschein.

1972

Der Bau der Umfahrungsstraße beginnt.

1973

FRIEDRICH GRAUSGRUBER, Schuldirektor, angesehener Zeichner und Maler, stirbt 85-jährig.

1975

Ein Buddhistisches Kultur- und Meditationszentrum wird in Neustift eingerichtet.

1976

Das Musisch-Pädagogische Realgymnasium wird in ein Bundes-Oberstufengymnasium umgewandelt.

1977

Die Sparkasse übersiedelt in ihr neues Gebäude in der Hauptstraße Nr. 9. Die Erlauftalbahn existiert seit 100 Jahren.

1979

Eine Sporthauptschule wird errichtet. Neben einem modernen Turnsaal stehen auch ein Leichtathletikplatz, eine Laufbahn und eine Anlage für Weitsprung zur Verfügung.

1980

Am Kapuzinerplatz wird ein neues Gebäude der Raiffeisenkasse eröffnet. Eröffnung der neuerbauten Hauptschule auf dem Areal des Kapuzinerklosters.

1981

Eine neue Schießstätte wird an Stelle der früheren Bürgerhofschießstätte errichtet.

1982

Der gemeinsame Sammelkanal der Gemeinden Scheibbs und Purgstall wird in Betreib genommen. Er endet in der biologischen Kläranlage am Föhrenhain in Purgstall. Die Zufahrt von der neuen Umfahrung zu Stadt wird eröffnet. Sie führt über die neue >>Stadtbrücke<< in das Zentrum.

1983

Das neue Gebäude des Bundes-Oberstufenrealgymnasiums wird fertiggestellt.

1986

Ebenso wie die Kapuzinerkirche bekommt die Pfarrkirche einen Volksaltar. Dabei findet man Reste der romanischen Pfarrkirche aus dem Jahr 1314

1987

Eine große TÖPPER-Austellung unter dem Titel >>Seines Glückes Schmied<< wird im Rathaus und im Schloss gezeigt. Prälat STEPHAN BRAUN, der letzte Prior der Kartause, wird in der Kartausenkirche beigesetzt. Neben dem Krankenhaus wird ein Landeplatz für Rettungshubschrauber errichtet.

1988

Eine Ferngasleitung der EVN wird bis nach Scheibbs gebaut. Ein neues Bundesamtsgebäude, Erlafpromenade 8-10, für Post, Polizei und Vermessungsamt wird errichtet.

1989

Das Haus Rathausplatz Nr. 10 wird von der Stadt saniert und umgebaut. Das Schützenscheibenmuseum und die städtische Leihbücherei übersiedeln dorthin. Die Stadtverwaltung installiert ein Bauamt. Im Juni wird das neue Sportzentrum seiner Bestimmung übergeben. Die letzte Ausbaustufe mit Hauptspielfeld, 100-Meter-Laufbahn, Allwetterplatz und zwei Weitsprung- und einer Kugelstoßanlage sind nunmehr vollendet.

1990

Der >> Erlaftalbote<< feiert seinen 100. Geburtstag. Das Bauunternehmen TRAUNFELLNER ist hundert Jahre alt.

1991

Die Niederösterreichische Landesaustellung in der Kartause Gaming über >> Die Kunst des Heilens<< bringt an die 400.000 Besucher in das Erlauftal. Im Mai wird das neu gestaltete Schützenscheibenmuseum eröffnet.

1993

Die neue Krankenpflegeschule wird eröffnet.

1995

Der frühere Stadtpfarrer (von 1933 bis 1971), Kanonikus JOHANN KLOIBER, stirbt. Im August werden die drei in Scheibbs verbliebenen Kapuzinerpatres verabschiedet. Karl Hasengst wird neuer Pfarrer.

1996

Eröffnung des zweiten Kindergartens in der Feldgasse.

1998

Der >>Ötscherwiesel<<, eine neue, einstündige Zugsverbindung nach St. Pölten, wird eröffnet. Die Neugestaltung der Hauptstraße wird geplant.

1999

Die Generalsanierung des 1886 gegründeten Allwetterbades, seinerzeit die erste öffentliche Badeanstalt Niederösterreichs, wird beschlossen, ebenso die Sanierung und Revitalisierung des Hauses >> Schwarzer Elefant<< am Rathausplatz. In der Pfarrkirche wird die neue Orgel, vom Orgelbauer DANIEL KERN aus Straßenburg gebaut, am 21. November eingeweiht.

2000

Kardinal FRANZ KÖNIG, der in der Pfarre in den Jahren 1937 und 1938 als Kaplan gewirkt hatte, wird Ehrenbürger.

2001

Errichtung und Eröffnung des >> Schaugartens für Heilkräuter<< in der Abt-Berthold-Dietmayr-Gasse.

2002

Die Polytechnische Schule für den Bezirk wird eröffnet. Im Mai wird in Anwesenheit von Bundespräsident Dr. THOMAS KLESTIL und Landeshauptmann Dr. ERWIN PRÖLL das 650-Jahr-Jubiläum der Stadterhebung gefeiert. Im Juni wird der >>Erlaftal-Bote<< verkauft. Am 1. November wird die Gedächtnis-Stele neben dem Kriegerdenkmal am Rathausplatz eingeweiht.

2003

Im September wird die neu gestaltete Hauptstraße eröffnet. Die Musikschule wird erweitert.

2004

In der Pfarrkirche findet eine großzügige Innenrenovierung statt.

2005

Als Bestandteil des neuen Verkehrskonzepts wird die >>Kardinal-Franz-König-Brücke<< eröffnet, die alte Töpperbrücke bleibt als Übergang für Fußgänger bestehen.

2006

120 Jahre Jubiläum Straßenbeleuchtung in Scheibbs. Neues Gebäude der NÖ Arbeiterkammer, Burgerhoferstraße 5. Neubau und Eröffnung der Bezirkshauptmannschaft Scheibbs, Burgerhoferstraße: Fachgebiete und Bereiche Jugendwohlfahrt, Gesundheitswesen, Soziales, Land- und Forstwirtschaft, Jagd, Fischerei, Agrar und Veterinärwesen sowie die Abteilung Güterwege der NÖ Landesregierung, Übersiedlung Oktober 2006. Scheibbser Buch-Chronik „Scheibbs im Ötscherland“ wird präsentiert. 1. Bauabschnitt der innerörtlichen Umfahrung wird eröffnet. Das Kulturreferat veranstaltet eine Scheibbser „Wirtshausmusik“. Erneuerung der Steuerungs- und Überwachungsanlage für die Scheibbser Trinkwasserversorgung. Die Urlingerwarte am Blassenstein erhält einen neuen Anstrich. Der neue Turnsaal der Volksschule wird eröffnet. Mag. Ilse Nekut wird Kulturpreisträgerin 2006. Die Scheibbser Jazzwoche feiert 20jähriges Jubiläum.

2007

Eröffnung der neuen Stocksporthalle im Sportzentrum. Eröffnung des neuen Gebäudes der FF-Neustift. Rücktritt des Scheibbser Bürgermeisters Ing. Leopold Gansch mit 20.11.2007 nach fast 25 Jahren als Bürgermeister. Wahl des neuen Bürgermeisters Dir. Johann Schragl durch den Gemeinderat am 04.12.2007, Christine Dünwald wird zur Vizebürgermeisterin gewählt. Jubiläum 20 Jahre Essen auf Rädern. Jubiläum 50 Jahre VHS Scheibbs. Jubiläum 20 Jahre Stadtmusik. Jubiläum 40 Jahre Stadtkapelle. Jubiläum 130 Jahre Erlauftalbahn. „Scheibbser Hiabstla“ zum Thema „Vom Hafer zum Diesel“. Eröffnung des Scheibbser Keramikmuseums am 1. Mai. Scheibbs wird Mitglied des Projekts „Gesunde Gemeinde“ vom Land NÖ. Spatenstich und Baubeginn der neuen Wohneinheiten der Alpenland auf den Edenbergergründen. Baubeginn des neuen Fernwärmeheizwerkes am Burgerhof. Energieplan für Scheibbs wird präsentiert. Scheibbs bekommt wieder einen Wochenmarkt am Rathausplatz (Freitag Vormittag). Maler Josef Bramer wird der Professorentitel verliehen. Die Stadtgemeine lädt die Gemeindebürger zur alle 10 Jahre stattfindenden Grenzbegehung des Burgerhofwaldes ein. Bildhauer Josef Lechner wird Kulturpreisträger 2007.

Das Stadtcafe wird unter Führung der Familie Gruber neu eröffnet.

2008

Ludwig Hirsch gastiert am 23.02.2008 im Hotel Hofmarcher-Kroiß in Scheibbs (veranstaltet vom Kulturreferat). Der neue Zu- und Umbau des NÖ Landes-Pensionisten und Pflegeheims Scheibbs wird am 06.03.2008 eröffnet.

Das Fernwärmeheizwerk nimmt den Betrieb auf – das Allwetterbad wird angeschlossen. Der Tennisclub Scheibbs feiert 100jähriges Jubiläum. Bezirkshauptmann Mag. Martina Gerersdorfer folgt Dr. Anna-Margaretha Sturm nach. Das sprachwissenschaftliche Symposium Fourth International Workshop on Balto-Slavic Accentology findet vom 2. bis zum 4. Juli in Scheibbs statt. Die „Carmina Burana“ werden mit über 300 Mitwirkenden am Rathausplatz in Scheibbs aufgeführt (Kulturreferat). Jubiläum 30 Jahre Kammerorchester Scheibbs – weiters wird das Kammerorchester mit dem NÖ Kulturpreis ausgezeichnet. Die Holzschnittwoche findet in Scheibbs statt. Die Scheibbser Partnerstadt Rutesheim wird zur Stadt erhoben – eine Scheibbser Delegation gratuliert vor Ort.

2009

Der Kulturpreis für das Jahr 2008 geht an die Stadtmusik Scheibbs. Der Vertrag zum Energiebündnis-Mostviertel wird unterzeichnet um den CO2 Ausstoß zu verringern. Der Kirchturm der Pfarrkirche wird vom Geometer DI Martin Loschnigg vermessen – Höhe 48 Meter. Der Kirchturm in Purgstall wird mit 51,4 m vermessen. Im Sportzentrum Scheibbs findet das 1. Sport- und Bewegungsfest statt. Der Scheibbser Hiabstla mit wiederaufhOHRchen findet zum Thema „unsa Gwand“ statt. Beim Hochwasser im Juni tritt die Erlauf über die Ufer – gröbere Schäden bleiben aufgrund des Hochwasserschutzes aber aus. Allerdings müssen die Melker Pioniere des Bundesheeres eine Hangrutschung im Lueggraben sichern. Im Kindergarten wird die Küche ausgebaut und im oberen Stock die Wohnung für zusätzliche Räumlichkeiten adaptiert. Zahlreiche öffentliche Gebäude, unter anderem das Rathaus, und Privathaushalte werden ans Fernwärmenetz angeschlossen. Drei Stadtreihenhäuser der WET werden in der Flecknertorgasse den Mietern übergeben. Im Zuge des Projektmarathons saniert die Landjugend Scheibbs den Fittpfad am Burgerhof. Der Test- und Versuchsturm der Wittur GmbH nimmt nach nur einem Jahr Bauzeit den Betrieb auf. Der Umbau des Landesklinikums Mostviertel Scheibbs beginnt (wird um 42 Millionen Euro bis 2013 auf den neuesten Stand gebracht). Die ersten Wohnungen und Reihenhäuser der Alpenland auf den Edenbergergründen (Herzog Albrecht Siedlung) werden bezogen. Im Saffengraben wird eine neue Bushaltestelle fertig gestellt. Der Heubergweg wird als Wohnstraße gestaltet. Gürtel: Wiederherstellung des Belages. Straßenbauarbeiten Herzog Albrecht Siedlung. Rathaus Umbau: das Archiv siedelt in das Erdgeschoss in den Bereich der ehem. Buchhaltung. Die Buchhaltung, EDV und der Abgabeneinhebungsverband siedeln in das neu adaptierte und ans Rathaus angeschlossene Nachbarhaus (Schulgasse 22) um. Der Rutesheimer Gemeinderat stattet Scheibbs im Juni einen Besuch ab. Scheibbs wird zur 12. Fairtrade Gemeinde in NÖ. OSR Johann Schagerl übernimmt die Leitung des Stadtarchivs von OSR Johann Eckel. Beim Eingang zur Bücherei wird ein elektronisches Infoterminal errichtet. Am 11. November tritt Christine Dünwald die Nachfolge von Johann Schragl als Bürgermeister an.

2010

Der Kulturpreis für das Jahr 2009 wird an das Organisationsquartett der Scheibbser Jazzwoche, Prof. Walter Grassmann, Siegfried Meier, Andreas Trümel und Prof. Manfred Weinberger verliehen. Die Jazzwoche findet im 25. Jahr das 24. mal statt. Bei den Gemeinderatswahlen am 14. März ergeben sich folgende Ergebnisse: ÖVP 16 Mandate (+2), SPÖ 7 (+-0), Grüne 2 (-1), FPÖ 0 (-1). Christine Dünwald wird als Bürgermeisterin wieder gewählt, Franz Aigner als Vizebürgermeister.

Der Scheibbser Wirtschaftsverein scheibbs.IM.PULSs bekommt im März mit Ferdinand Hader jun. einen neuen Obmann.

Scheibbs feiert das 850 Jahr Jubiläum der erstmaligen Urkundlichen Erwähnung des Namens Scheibbs (Otto de Schibis).

In den Umbau des Landesklinikums (Zu- und Umbau des Ambulanztrakts) werden in den folgenden Jahren 42,4 Mio. Euro investiert.

Die Linde am Scheibbser Kapuzinerplatz wird wegen Pilzbefalls entfernt.

Scheibbs bewirbt sich für die Landesausstellung 2015 – Ausstellungs- lokalität soll die ehem. Papierfabrik in Neubruck werden.

Im Juni schließt das Jugenderholungsheim der Stadt Wien im Lehenhof seine Pforten – das gesamte Areal steht zum Verkauf.

Bei der Rathausstiege, am Platz des ehem. Trafikstands wird ein kleines Rastplätzchen mit dem Namen „Studenten-Platzl“ errichtet.

Die Scheibbser Keramik präsentiert das neue Dekor „Most“.

Das Kammerorchester Scheibbs spielt ein ausverkauftes Konzert mit Stücken aus Porgy & Bess im Autohaus Pruckner. Die Gesunde Gemeinde Scheibbs veranstaltet den 1. Frauengesundheitstag. Die Gemeindebediensteten der Partnerstadt Rutesheim besuchen Scheibbs.

Mit 4. September tritt mit der Mostviertel-Linie ein neues Buskonzept in Kraft, das besser Verbindungen zu den Nachbarorten garantieren soll.

Die Erlauftalbahn fährt am 11. Dezember zum letzten mal von Scheibbs nach Kienberg. Der Scheibbser Bahnhof wird damit zum Kopfbahnhof. Auch der Güterverkehr wird auf dieser Strecke eingestellt. Im Bahnhofsbereich werden neue Parkplätze für Dauerparker geschaffen – das ehemalige ÖBB-Magazin wird deshalb abgerissen.

Im Dezember findet zum ersten mal ein Weihnachtsmarkt in der Hauptstraße statt.

Von scheibbs.IM.PULS und der Stadtgemeinde wird gemeinsam eine neue Weihnachtsbeleuchtung angekauft.

Das Hotel Hofmarcher findet im Herbst mit den Brüdern Angelo und Michele Sommerlechner (Betreiber des Restaurants Due Fratelli in der Hauptstraße) einen neuen Besitzer – es soll ab Jänner 2011 den Namen „Casa Due Fratelli“ tragen.

Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage muss weiter gespart werden – außerordentliche Maßnahmen werden von der Gemeinde praktisch auf null reduziert. Die Stadtgemeinde benötigt eine Bedarfszuweisung des Landes in der Höhe von ca. € 400.000,- zum Ausgleich des Haushaltsjahres 2010.

2011

Im Jänner 2011 Neuübernahme des Hotels durch die Familie Sommerlechner (Restaurant Due Fratelli) unter dem Namen “Casa Due Fratelli”. Nur Betrieb der Gastronomie und keine Zimmervermietung. Ab Juli aufgrund der schlechten Auslastung wieder geschlossen! Ein Kaufangebot der Stadtgemeinde Ende des Jahres wird abgelehnt. Im Dezember wird das Hotel an die Firma Immobilien Lindner Gmbh aus Waidhofen/Ybbs verkauft. Gleichzeitig wird von der top3 BauplanungsGmbh aus Scheibbs und der Stadtgemeinde ein neues Projekt mit Hotel und Veranstaltungssaal im Stadtpark präsentiert.

Beim Neujahrsempfang der Stadtgemeinde stellt die Werbegemeinschaft scheibbs.IM.PULS die neue Gutscheinmünze “Scheibbser Schilling”, mit einem Motiv des Kulturpreisträgers Josef Bramer, vor. Weiters erhält Ing. Daniela Fux den Silbernen Ehrenring der Stadt Scheibbs.

Im Sommer übernimmt Kulturamtsleiter Bernhard Hofecker die Nachfolge von Franz Gloser als Leiter der Volkshochschule Scheibbs.

Im Jänner erfolgt die Schlüsselübergabe bei den 24 Wohnungen und 9 Reihenhäusern in der Herzog Albrecht Siedlung auf den Edenbergergründen durch die Alpenland Wohnbaugenossenschaft.

Im Poly Scheibbs wird der neue Fachbereich “Gesundheit, Soziales und Wellness” eingeführt.

Der Bauabschnitt “Ambulanztrakt neu” am Landesklinikum Scheibbs wird eröffnet. Insgesamt investiert das Land 42,4 Mio. Euro bis zur Fertigstellung aller Umbaumaßnahmen im Jahr 2013. Weiters feiert das Landesklinikum im Jahr 2011 sein 100-jähriges Bestehen.

Am 19. Juni findet im Burgerhofwald ein Waldfest statt – Organisator Franz Helmreich lässt damit eine alte Tradition wieder aufleben.

Im September findet der 10. Scheibbser Hiabstla unter dem Motto “Best of Hiabstla” statt.

Am Bahnhof wird eine Leihradl-nextbike Anlage und eine neue Bushaltestelle errichtet.

Das im Volksmund “Kapuzinerbankerl” genannte Rastplätzchen am Kapuzinerplatz wird neu gestaltet und mit neuen Bänken ausgestattet.

Der Fachmarkt Griessler investiert 450.000 Euro in die Erweiterung der Eisenhalle.

Der SV Raika Scheibbs und die Gemeinschaft der Scheibbser Bäuerinnen statten der Partnerstadt Rutesheim einen Besuch ab.

Das neue Scheibbser Stadtarchiv, nun im Erdgeschoss des Rathauses angesiedelt, wird eröffnet. Die Sparkasse Privatsstiftung spendet 15.000 Euro für den Ankauf sämtlicher Ausgaben des Erlauftalboten der Jahre 1894 bis 2002 für das Stadtarchiv.

Die Gaminger Straße wird von der Sandtorgasse bis zur Gamingertorstraße saniert - der Straßenbelag wird erneuert und der Gehsteig verbreitert.

Im Zuge des Projektmarathons saniert die Landjugend die Jelinekwarte.

Im Dezember findet der 2. Weihnachtsmarkt, veranstaltet von scheibbs.IM.PULS, in der Hauptstraße statt.

Der Kulturpreis für das Jahr 2011 wird an GR Raimund Holzer, Geschäftsführer des Scheibbser Kulturvereins scheibbs.impuls.kultur verliehen.

2012

Das Dach des Scheibbser Allwetterbades wird einer Sanierung unterzogen. Im Juni beginnen die Sanierungsarbeiten für die Hauptwasserleitung vom Brunnen Neubruck bis Neustift. Im August wurden an Teilen der Gaminger Straße und der Hauptstraße die notwendigen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Die Arbeiten sahen eine Erneuerung des Straßenbelages und der Pflasterung sowie der Gehsteige vor.

Anfang Juni wird die Landesausstellung 2015 an die Standorte Laubenbachmuhle (Gemeinde Frankenfels), Wienerbruck (Gemeinde Annaberg) und Neubruck (Gemeinden Scheibbs und St. Anton an der Jesnitz) vergeben. Der Arbeitstitel heißt „Eroberung der Alpen - Natur und Technik". Im November wird von 17 Gemeinden im Bezirk Scheibbs und drei regionalen Banken die „Neubruck Immobilien GmbH“, die den Standort Neubruck (Scheibbs, St. Anton/Jeßnitz) bis zur Niederösterreichischen Landesausstellung 2015 und darüber hinaus zu einem pulsierenden Wirtschafts- und Kulturzentrum entwickeln soll, gegründet. Die „Neubruck Immobilien GmbH“ ist eine der größten interkommunalen Gesellschaften Niederösterreichs und hat sich für das 70.000 Quadratmeter große, historisch bedeutsame Areal bis 2015 viel vorgenommen. Das Töpperschloss, die Töpperkapelle und die Parkanlagen werden revitalisiert und sollen als einer der drei Landesausstellungsstandorte zum Besuchermagneten werden.

Im Juni erfolgt die Schlüsselübergabe beim Bauprojekt der Alpenland mit dem Titel „Wohn- und Geschäftshaus Scheibbs“ in der Hauptstraße 17 und 19 mit 9 Wohneinheiten und 2 Geschäftslokalen (Feinkost Roland von Roland Weinmesser und dem Tom Tailor Store der Familie Kogler) am ehem. Janda-Areal im Stadtzentrum.

Im Oktober erfolgt die Grundsteinlegung für das Bauprojekt der Alpenland mit dem Titel „Wohnungen Scheibbs – Karl Höfinger-Promenade – Grünhofallee“ mit 27 Wohnungen und 11 Einheiten mit betreutem Wohnen.

Die Kundenräume der Scheibbser Apotheke werden um- bzw. ausgebaut.

Die Werkstätte der Scheibbser Keramik der Lebenshilfe feiert 25jähriges Jubiläum.

Im Zuge des Viertelsfestivals im Mostviertel veranstaltet scheibbs.impuls.kultur “17 Tage alles Bühne” mit zahlreichen Events auf der Bühne in der Erlauf.

Die Städtepartnerschaft Scheibbs – Rutesheim feiert 40jähriges Jubiläum – aus diesem Anlass stattet eine Scheibbser Delegation mit Bürgermeisterin Christine Dünwald an der Spitze Rutesheim im Juli einen Besuch ab.

Der Weltladen Scheibbs feiert sein 20jähriges Bestehen.

Die Hummelsberg-Brücke der B25 wird saniert.

Gegenüber dem Scheibbser Bahnhof wird eine Solartankstelle errichtet.

Das Landesklinikum Scheibbs eröffnet Mitte September den neuen Eingangstrakt genannt “Service und Kommunikationszentrum” mit Cafeteria, Kiosk, Terrasse und den Aufnahmebüros. Weiters wurden für die Psychologinnen und den Betriebsarzt neue Räume errichtet. Im 1. Obergeschoss bietet nun ein abteilbarer Veranstaltungssaal Platz für ca. 200 BesucherInnen. Auch die Physiotherapie übersiedelte in die neu errichteten Räume im 1. Obergeschoss. Es folgen noch Shopflächen für externe Firmen im Eingangsbereich und die Räume im 4. Obergeschoss werden für die Pflegedirektion und Lebensstilmedizin adaptiert. In den Umbau wurden 42,2 Millionen Euro investiert.

Das Hotel Hofmarcher bekommt mit der Volkov GmbH einen neuen Besitzer. Zusätzlich wird das an das Hotel angrenzende Hudl-Haus angekauft um bessere Möglichkeiten bezüglich Renovierung und Adaptierung des Gebäudekomplexes zu haben. Investor Pavel Volkov will auf dem gesamten Areal  ein Vier-Stern-Hotel errichten - bis Ende 2014 soll das alte Hotel Hofmacher in ein modernes Hotel-, Restaurant- und Wellness-Center umgebaut werden. Zusätzlich soll der Saal im Hotel Richtung Erlauf vergrößert werden. Als Generalplaner wählte er unter zehn Bewerbern das Scheibbser Planungsbüro von Christian Ziegler und Christina Mayr aus.

Das Hotelprojekt im Scheibbser Stadtpark wurde bei einer genauen Beurteilung durch die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) als so nicht durchführbar bewertet. Durch die geplante Revitalisierung des Hotel Hofmarcher im Stadtzentrum ist dieses Projekt beendet.

Für das Jahr 2012 wird kein Kulturpreis vergeben.

2013

Umgesetzte Projekte 2013: Photovoltaikanlagen Allwetterbad, Stocksporthalle, Volksschule, Hauptschule / Kanalbau Ginning (Sollböck) /  Park & Ride - Anlage Bahnhofplatz / Dacherneuerung Rathaus / Energiepoller Rathausplatz für Wochenmarkt und Veranstaltungen / Wildbachverbauung Ginningbach.

Die Feuerwehr Scheibbs feiert das 150-jährige Bestehen.

Am 14. September 2013 geht der 11. Scheibbser Hiabstla unter dem Motto „erdig – guad“ über die Bühne.

Die Umbaupläne beim ehemaligen Hotel Hofmarcher durch den neuen Besitzer Pavel Volkov werden von der Österreichischen Tourismusbank als nicht wirtschaftlich bewertet. Daraufhin soll eine Umplanung erfolgen, die aber nie umgesetzt wird. Div. Gerüchte und Verhandlungen folgen, die aber zu keinem Ergebnis führen.

Ende Oktober erfolgte mit der Eröffnung der neuen Park & Ride Anlage am Bahnhofplatz der Abschluss für ein großes und wichtiges Projekt, das gemeinsam von ÖBB, dem Land NÖ und der Stadtgemeinde Scheibbs umgesetzt wurde. In Summe wurden 90 PKW-Parkplätze, 3 Bushalteplätze und rund 40 Zweiradstellplätze errichtet. Es stellt den „Schlussstein“ des Verkehrskonzeptes „innerörtlichen Umfahrung“ von Scheibbs dar, das bereits im Jahre 2002 mit der Errichtung der Kardinal-König-Brücke begonnen wurde. Bauausführende Firma war die Firma Traunfellner aus Scheibbs.

Die ersten Sanierungsarbeiten beim Schloss Neubruck und der Töpperkapelle in Hinblick auf die Landesausstellung 2015 werden begonnen. Da mit den Geldern der Landesausstellung nur der Außenbereich der Töpperkapelle saniert wird, nimmt sich der neu gegründete Töpperkapelle Neubruck-Förderverein unter der Führung von Obmann KR Johann Schragl um die aufwendige Sanierung des Innenraums der Kapelle an. Hierfür werden laufend Spendengelder gesammelt und freiwillige Arbeitsstunden investiert.

Die Kulturjury der Stadtgemeinde Scheibbs verleiht den Kulturpreis 2013 an DI Dr. Christoph Leditznig. Der in Scheibbs geborene und hier ansässige Forsttechniker und Wildbiologe ist geschäftsführender Obmann des Wildnisgebietes Dürrenstein. Er trägt als solcher die Verantwortung für dieses Projekt und vertritt dessen Interessen in der Öffentlichkeit. Das Wildnisgebiet liegt um den Urwald Rothwald und befindet sich in einem naturnahen Zustand; der Eingriff des Menschen wird weitgehend reduziert, auf forstliche Nutzung wird daher bewusst verzichtet, vordringliche Aufgaben sind die frei Entfaltung der Natur, die ungestörte Entwicklung der Bergwälder und der Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten.

In der Stadtbücherei Scheibbs werden erstmals elektronische Bücher und E-Books zum Ausleihen angeboten.

Der Scheibbser Künstler und Kulturpreisträger Professor Josef Bramer erhält das große NÖ-Ehrenzeichen.

Ausgehend von der Scheibbser Madonna in der Marienkapelle der Stadtpfarrkirche Scheibbs führt quer durch die Stadt eine besonders

starke Energielinie bis zur Heiligen Barbara am Hochaltar der Kapuzinerkirche. Ein vom in Scheibbs wohnhaften Vizepräsidenten

des Verbandes für Radiästhesie und Geobiologie Peter Fischer-Colbrie der Stadt gestifteter, speziell im Waldviertel ausgesuchter Granitstein wurde im Bereich des Kräutergartens in der Abt Berthold-Dietmayr Gasse auf diese Energielinie gesetzt, wo er die hier fließenden Energien bündeln und verstärken soll.

Im Rahmen des Projektmarathons 2013 saniert die Landjugend den Kinderspielplatz im Töpperpark.

Das Gasthaus Butter bietet nun auch Zimmervermietung an.

Im September erfolgt die Gleichenfeier bei der Wohnhausanlage in der Karl Höfinger-Promenade 18, einem Bauprojekt der Alpenland Wohnbaugenossenschaft bei der 27 Wohnungen und 11 Wohneinheiten

für betreutes Wohnen entstehen.

2014

9,3 Millionen Euro werden für die Sanierung des Töpperschlosses und des umliegenden Areals in Neubruck durch das Land NÖ aufgebracht.

Aufgrund einer Förderung des Landes NÖ in der Höhe von 1,1 Millionen Euro, die an die Standortgemeinden der Landesausstellung 2015 zur Verbesserung der Infrastruktur und Umsetzung von div. Projekten ausgeschüttet wird, können im Jahr 2014 in Scheibbs zahlreiche Vorhaben verwirklicht werden.

Umgesetzte Projekte 2014: Straßenbau Am Burgerhof / Straßenbau Herzog-Albrecht-Gasse / Straßenbau Hochweinbergweg Teil 1 / Verbreiterung Kreuzung Scheibbsbachweg – Eisenwurzenstraße / Straßenbau Schulgasse samt Erneuerung der Wasserversorgungsanlage / Pflastersanierung Rathausplatz und Hauptstraße Teil 2 / Verbreiterung Zufahrt Unterer + Oberer Saffenweg / Wasserleitungserneuerung Neubruck entlang B 28 /  Kanal- und Wasserleitungsbau Aufschließung Wirtschaftspark Neubruck „Neubruck-Immobilien GmbH.-Gelände NIG“ / Straßenbau Gaminger Straße Teil 3 / Straßen- und Wasserleitungserneuerung Grünhofallee / Straßenverbreiterung Karl Höfinger-Promenade / Kanal- und Wasserleitungsbau Hochbruck / Kanalbau Scheibbsbach (Gaudernak-Winterspacher-Schnabl) / Umfangreiche Sanierung des Kaiser Franz Joseph Brunnens am Rathausplatz und Pflanzung vier neuer Kugel-Winterlinden rund um den Brunnen / Errichtung des kultur.portal Scheibbs – eines multifunktionalen Veranstaltungssaals für bis zu 180 Personen für Theater, Kabarett, Musikveranstaltungen, Firmenfeiern, Versammlungen, Workshops uvm. / Fertigstellung Wohnhausanlage Grünhofallee mit Alpenland / Baubeginn WHA Bürgerspital mit Alpenland / Instandsetzung Sandsteg / Renovierung Töppermausoleum und Töppertorturm / Umsetzung Freizeitzonen entlang der Erlauf samt Stadtmole / Sanierung GW Lampelsberg und Torbachgraben / Beginn Umstellung Straßenbeleuchtung auf LED / Baubeginn Zu- und Umbau Gebäude der FF Scheibbs / Erweiterung Parkplatz Friedhof / Errichtung Bushaltestelle Sportzentrum/Landespflegeheim / Errichtung neuer Urnensäulen am Scheibbser Friedhof / Neue Flutlichtanlage am Trainingsplatz des SV Raika Scheibbs / Neubeschilderung der Wanderwege mit den international üblichen gelben Wegweisern durch den ÖTK / Überarbeitung des Stadterlebnisweg / Umsetzung eines neuen Markenkonzepts für Scheibbs in Zusammenarbeit mit dem Markenbüro Weiss.

Im Juni erfolgt die Schlüsselübergabe beim Bauprojekt der Alpenland mit dem Titel „Wohnhausanlage in der Karl Höfinger-Promenade 18“ mit 27 Wohneinheiten und 11 Wohneinheiten für Betreutes Wohnen.

Der Baubeginn beim Projekt „Erlaufhafen“ erfolgt: „Stadtmole“ - tribünenartig gestaltet als Schauplatz für Veranstaltungen, Anlegestelle für Raftingfahrten sowie als gemütliche Zone zum Verweilen am Wasser. „Begegnungszonen“ - Erholungszonen und Badebereiche auf gegenüberliegender Flussseite.

Nachbau der ersten elektrischen Straßenbeleuchtung der österreichisch-ungarischen Monarchie, die im Jahr 1886 in Scheibbs in Betrieb ging. Zwei Stück der Beleuchtungskörper wurden nachgebaut und mit moderner Lichttechnik ausgestattet. Eine Leuchte wurde über dem Kreuzungsbereich Gamingerstraße - Hauptstraße und eine Leuchte auf dem Originalausleger am Haus Hauptstraße 38 (ehemaliges Bäckerhaus und Geburtshaus des Barockkomponisten Hofkapellmeisters Johann Heinrich Schmelzer, 1623 – 1680´, montiert.

Im September erfolgt der lang ersehnte Spatenstich für den Wohnungsbau beim Bürgerspital, einem Bauprojekt der Alpenland mit dem Titel „Gaminger Straße 33“. Es entstehen 15 Wohneinheiten - 5 Wohnungen im bestehenden denkmalgeschützten Bürgerspitalsgebäude - 10 Wohnungen durch die Errichtung eines 3-stöckigen Zubaus an der Ostseite sowie eine darunterliegende Garage. Bauausführende Firma: MHB Holz- & Bau GmbH, Waidhofen/Y. Planung & Bauleitung: Architekt Friedrich ZT GmbH, Karlstein.

Die Urlingerwarte am Blassenstein wird mittels Strom aus einer auf der Warte installierten Photovoltaikanlage beleuchtet.

Im Rahmen der Vorarbeiten zur Landesausstellung wird durch die Stadtgemeinde eine Förderung für die Renovierung von Fassaden zur Verfügung gestellt. Zahlreiche Häuser im Ortskern machen davon Gebrauch und sanieren die Hausfassaden.

Die Musikschule Scheibbs sowie das BORG Scheibbs feiern 50-jähriges Jubiläum.

Für den Bauhof wird ein neues Kommunalfahrzeug, der „Multicar Tremo“ angeschafft.  

Vom ehem. Hotel Hofmarcher gibt es leider keine Veränderungen oder etwaige Baumaßnahmen zu berichten.

In der Partnerstadt Rutesheim werden erstmals „Scheibbser Kulturtage“ durchgeführt – der Scheibbser Kulturverein scheibbs.impuls.kultur begeistert mit Kabarett- und Musikveranstaltungen die Rutesheimer.

In Anlehnung der 5 Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser wurde der gesamte Kreißzimmerbereich, die CTG-Ambulanz und Teile der Geburtenstation im Landesklinikum Scheibbs um insgesamt mehr als € 400.000,– erneuert. Neu angeboten wird ein Wehenzimmer.

Sein längerer Zeit ist wieder ein Bevölkerungszuwachs zu vermelden: Stand 02.01.2014: 4.192 / Stand 03.11.2014: 4.233 Einwohner.

2015

In der konstituierenden Gemeinderatssitzung am Mittwoch, den 19. Februar wurde Christine Dünwald, mit 24 von 25 Stimmen wieder zur Bürgermeisterin von Scheibbs gewählt.

Der Vizebürgermeister bleibt ebenfalls unverändert und wird weiterhin von Franz Aigner übernommen. Die ÖVP besetzt mit Vizebürgermeister Aigner, Johannes Hofmarcher, Franz Jagetsberger und Neueinsteiger Martin Luger, der Franz Winter als Finanzstadtrat nachfolgt damit weiterhin vier, die SPÖ mit Hans Huber und Adolf Wagner zwei Stadträte.

Weitere Veränderungen im Gemeinderat:

ÖVP: Franz Winter, August Höllmüller, Reinhard Hackl, Julian Hackl, Franz Raab, Pauline Schagerl und Ferdinand Hader schieden aus dem Gemeinderat aus, neu im Team sind Alena Fallmann, Katrin Ressl, Daniel Aigner, Rudolf Ebner, Martin Luger, Werner Ratay und Martin Wurzenberger.

SPÖ: Martin Zvonik folgt OStR. Prof. Mag. Franz Schneider nach.

Grüne: Robert Teufel folgt Susanne Engelmayer nach.

Den Posten des Umweltgemeinderates übernimmt Robert Teufel (Grüne), den Bildungsgemeinderat Alena Fallmann (ÖVP) und die Jugendgemeinderäte werden von David Pöcksteiner (SPÖ) und Rudolf Ebner (ÖVP) besetzt.

In sieben der acht Ausschüsse verzichtete die ÖVP auf einen ihrer Sitze zugunsten der Grünen. Somit ergab sich folgende Ausschusszusammensetzung: 5 ÖVP, 2 SPÖ und 1 Grüner. Einzig im nur fünfköpfigen Prüfungsausschuss sind die Grünen nicht vertreten. Dort wird Walter Hudl von der SPÖ den Vorsitz übernehmen, daneben sitzen vier Mandatare der ÖVP im Prüfungsausschuss. 

Ein Rückblick auf dem Weg zur Landesausstellung, die im Jahr 2015 in Neubruck, Laubenbachmühle und Wienerbruck ausgetragen wurde: Im Jänner 2010 erfolgte gemeinsam mit den 17 Gemeinden und drei Banken der Neubruck Immobilien GmbH die Bewerbung für die Landesausstellung im Jahr 2015 – der Zuschlag erfolgte schließlich am 5. Juni 2012. Im Juli 2012 gab es eine erste Bestandsaufnahme, im September 2012 den 1. Workshop, im März 2013 die Erstellung einer Liste mit den ungefähren Vorhaben und im November 2013 abermals einen Workshop bez. künftiger Marken-positionierung von Scheibbs. Es folgten weitere 30 Workshops mit den BürgerInnen und den verschiedenen Arbeitsgruppen und im Jänner 2014 konnte die Liste mit den geplanten Vorhaben bei Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll eingereicht werden. Im Juni 2014 erteilte das Land NÖ die Freigabe für die Vorhaben und die Finanzierungszusage in der Höhe von 1,1 Mio. Euro. Das war der Start für eine arbeitsreiche und intensive Zeit mit zahlreichen Meetings, Besprechungen, Begehungen, Detailplanungen und Umsetzungs-arbeiten.

Mit Hilfe der vom Land NÖ zur Verfügung gestellten Mittel standen am Ende aber zahlreiche bleibende Infrastrukturmaßnahmen und Projekte, die umgesetzt werden konnten:

Die Errichtung eines neuen öffentlichen WC´s im Bahnhofsgebäude, die Sanierung von Sandsteg, Schulgasse und des Brunnens am Rathausplatz. Die Beleuchtung und Sanierung der Urlingerwarte, die Neubeschilderung der Scheibbser Wanderwege durch den ÖTK, die Renovierung von Töppermausoleum und Töppertorturm im Töpperpark, die Straßensanierung Hochweinbergweg, div. Verschönerungsmaßnahmen wie neue Bänke und  Abfalleimer, die Durchführung einer Fassadenförderungsaktion Mithilfe derer 30 Fassaden in Scheibbs verschönert wurden, der Nachbau der 1. Elektrischen Straßenbeleuchtung der Monarchie und Montage in der Hauptstraße sowie die Sanierung der Sandtorgasse, Gaminger Straße und des Geländers entlang der Erlauf. Weiters wurde ein Trinkbrunnen am Erlaufufer errichtet und die Ötscherland Radroute neu beschildert. Zentrales Projekt war die Errichtung der Stadtmole und der Erholungszonen an der der Erlauf – wo völlig neue Freizeitbereiche entstanden.

Umgesetzt wurden auch touristische Projekte wie die Errichtung neuer Infotafeln und die Erarbeitung neuer Tourismusprospekte. Der Scheibbser Stadterlebnisweg wurde zur „Scheibbser Altstadtrunde“ erweitert und bietet nun die Möglichkeit die Scheibbser Geschichte mit der neu entwickelten Broschüre „Scheibbser Stadtbegleiter“ auf eigene Faust zu entdecken. Dafür wurden 49 Stationstafeln und über 20 Wegweiser ausgetauscht bzw. neu montiert.

Aus touristischer Sicht war das Jahr 2015 ein sehr erfolgreiches für Scheibbs. So gab es bei den Nächtigungszahlen von Jänner bis Oktober 2015 im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 34,5 %, in absoluten Zahlen 1037 Nächtigungen. Ein plus, dass den engagierten Privatzimmervermietern und Urlaub am Bauernhof Betrieben in Scheibbs zu verdanken ist. Das Scheibbser Keramikmuseum verzeichnete ein Besucherplus von 50% und hatte Gesamt 2400 Besucher. Es wurden 28 regelmäßige Stadtführungen an den Sonntagen während der Landesausstellung mit 122 Teilnehmern durchgeführt und 30 Gruppenführungen mit Gesamt 750 Teilnehmern. Ein Erfolg waren auch die Flusswanderungen auf der Erlauf von der Firma Ehgartner aus Wildalpen.

Von der Stadtgemeinde wurden auch zahlreiche kleinere und größere Veranstaltungen in Neubruck durchgeführt wie ein steirisch-niederösterreichisches Musikantentreffen mit Radio NÖ, die Austragung der beliebten ORF Sendung „Mei liabste Weis“ mit Franz Posch mit 800.000 SeherInnen und eine Matinee des Kammerorchesters Scheibbs. In Scheibbs selbst war die ÖRF NÖ Sommertour zu Gast, es wurde eine Ausstellung mit Werken von Josef Bramer im Rathaus veranstaltet und vieles mehr. Ein Highlight war auch die Österreich Radrundfahrt mit Etappenziel in Scheibbs (errechneter Werbewert € 200.000,- für Scheibbs). Abgesehen davon wurden 99 ORF-Schaltungen von Scheibbs verzeichnet (Bewerbung der Ausstellung nicht inbegriffen). Die hohe Wertschöpfung und der enorme Werbewert für Scheibbs und die Region sind wirtschaftlich kaum zu beziffern und wären mit normalen Mitteln unmöglich zu erreichen gewesen. Laut Berechnung der Tourismusabteilung hat die Landesausstellung für 30 Millionen Euro zusätzlicher Wertschöpfung gesorgt. Vom gesteigerten Bekanntheitsgrad, der Bindung neuer Gästeschichten und vielen weiteren positiven Aspekten abgesehen.

Ein Überblick über den Stand der Sanierungsarbeiten bei der Töpperkapelle mit Ende 2015: Der Außenbereich der Kapelle wurde im Rahmen der Renovierungsarbeiten des Töpperschlosses mitsaniert. Aufgrund weiterer fehlender Mittel hat sich der Förderverein die Innenrestaurierung der Kapelle zur Aufgabe gemacht. Dank zahlreicher Unterstützer wie Fördervereinspräsidentin KR Waltraud Welser, der Fa. Welser Profile, weiterer Sponsoren und vieler Helfer konnten bisher die Sanierung der Orgel, die Altarkonservierung plus Altarbild, die Instandsetzung und Montage des Kuppelkreuzes, der Einbau einer schmiedeeisernen Tür zum Aufgang der Orgelempore und dank Walter Reiter die Restaurierung der Sakristeischränke abgeschlossen werden. Weiters wurde eine „Engerl-Aktion“, bei der man als „Pate“ die Restaurierung eines der 50 Engerl am Altar unterstützen konnte, sowie div. Veranstaltungen wie Maiandacht, Töpper-Abende, Orgelweihe, Kreuzsegnung und die 14-tägige Orgelmusik mit wechselnden Organisten durchgeführt. Im Jahr 2016 sind neben Veranstaltungen auch wieder bauliche Maßnahmen mit der Restaurierung der Gebetsstühle durch Walter Reiter und der  „Speisgitter“-Fresken geplant.

Zum Areal in Neubruck: Das gesamte Areal in Neubruck wurde aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst. Erste Arbeiten gab es im Herbst 2013 (TöpperPortal), der offizielle Spatenstich erfolgte am 31. März 2014. Das Ziel war im Anschluss an die Landesausstellung ein interkommunales Betriebsgebiet und Dienstleistungszentrum, auch um der Abwanderung im Süden entgegenzuwirken, zu schaffen. Der Ansatz: den Innovationsgeist von Andreas Töpper ins 21. Jahrhundert zu überführen. Zur Nachnutzung: Stand Ende 2015 waren drei erfolgreiche Betriebsansiedelungen zu vermelden: Hydroconnect, Passivhaus Eisenstraße (Holzbau Strigl) und die Backstube der Konditorei Reschinsky.

Im Töpperschloss siedelt sich mit Anfang Jänner 2016 das Büro der Eisenstraße Niederösterreich an. Gute Gespräche laufen zu diesem Zeitpunkt mit der Mostviertel Tourismus GmbH und weiteren Interessenten. Der Coworking-Space (Gemeinschaftsbüros für JungunternemerInnen) startet im Jänner 2016. Weiters sollen die Räumlichkeiten für Veranstaltungen, Seminare, Hochzeiten usw. genutzt werden.

Zur Landesausstellung selbst: die Standorte in Neubruck, Laubenbachmühle und Wienerbruck wurde von 280.648 Besuchern an 192 Ausstellungstagen frequentiert. 20 Mio. Euro wurden im Vorfeld investiert. 174 Regionspartnerbetriebe  und 15 ÖTSCHER:REICH-Stationen sorgten für einen Qualitätsschub auf Angebotsebene. Das durchschnittliche Nächtigungsplus im Mostviertel zwischen Jänner und August 2015 beträgt 15 Prozent. Die Region um den Ötscher stand im nationalen und internationalen Schaufenster und die Resonanz der Gäste war, nicht nur zur Ausstellung, sondern auch zum Areal und zum Gesamt-Erscheinungsbild in Neubruck sehr gut. Neubruck wurde im Jahr 2015 auch zum Veranstaltungszentrum - 70 kleinere und größere Veranstaltungen mit mehr als 20.000 Gästen haben stattgefunden.

Mit der Unterzeichnung der ÖTSCHER:REICH-Deklaration am 3. November 2015 mit LH Dr. Erwin Pröll soll die Dynamik aus dem Landesausstellungsjahr für die künftige touristische Entwicklung genutzt werden. Initiativen wie das Regionspartnerprogramm, die ÖTSCHER:REICH-Stationen, die ÖTSCHER:REICH-Produkte und Naturvermittler sollen fortgeführt werden sowie die Kooperation zwischen den Talschaften forciert werden. Das Ziel ist eine „Modellregion Ötscher“ zur dezentralen Entwicklung in den Alpen. Ein Lenkungsteam plant bereits nächste Schritte – gefordert sind aber alle Bewohner der Region, um die positiven Entwicklungen, die die Landesausstellung gebracht hat fortzuführen.

Auch abseits der Landesausstellung wurden einige Projekte auf den Weg gebracht - beispielsweise die Kleinkindertagesbetreuungsstätte für Kinder ab 1 Jahr im Schülerheim in der ehemaligen Krankenpflegeschule. Ab März 2016 beginnen hier die Umbauarbeiten. Unter anderem wird mit Hilfe der Scheibbser Landjugend im Zuge des Projekts „Tat.Ort Jugend“ der Außenbereich neu gestaltet.

Weiters ist die Vorstellung des Wohnbauprojekts der Alpenland am Areal des ehemaligen Bürgerspitals mit dem Titel „Gaminger Straße 33“ erfolgt. Es entstehen 15 Wohneinheiten auf hohem Niveau in attraktiver Lage - 5 Wohnungen im bestehenden denkmalgeschützten Bürgerspitalsgebäude und 10 Wohnungen durch die Errichtung eines 3-stöckigen Zubaus an der Ostseite, mit darunterliegender Garage mit 7 Stellplätzen und Einbau eines Aufzugs.

Am 13. Juli ging bei toller Stimmung das 1. Scheibbser Erlauffest mit der Eröffnung des Erlaufhafens mit Stadtmole, Leseinsel, Kneippbecken und Ruhezonen über die Bühne.

Mai 2015: Das ehemalige Hotel Hofmarcher im Besitz des russischen Unternehmers Pavel Volkov steht wieder zum Verkauf.

Von Donnerstag, 07. bis Sonntag, 10. Mai besuchte eine Delegation aus aktiven und ehemaligen Gemeindemandataren von der Partnerstadt Rutesheim die Stadt Scheibbs. Am Programm standen unter anderem ein Besuch der LA-Standorte in Neubruck und Laubenbachmühle, ein Besuch am Hochbärneck, der Bundeshauptstadt Wien sowie beim Heurigen in der Wachau.

Am Freitag den 11., Samstag den 12. und Sonntag den 13. September ging der 12. Scheibbser Hiabstla unter dem Motto „Unter Strom“ über die Bühne. 

Das neue EVN-Schaukraftwerk Mühlhof wird eröffnet.

Fast abgeschlossen ist Ende 2015 die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Basis sowie der Kanalbau und der Bau eines Begleitwegs im Saffengraben. Bereits fertiggestellt ist mit dem zweiten Teil der Sanierung der Hochweinbergstraße ein weiteres wichtiges Straßenbauprojekt.

Der Neubautrakt des FF-Haues ist bis auf kleine Restarbeiten fertig. Zusätzlich wurde noch der Altbautrakt thermisch saniert und die Fassade erneuert.

Der Scheibbser Kulturpreisträger Josef Reisinger stellt anlässlich seines 70. Geburtstag unter dem Titel „Resümee“ im Rathaus aus.

Der Kulturpreis für das Jahr 2015 wird an den traditionellen Scheibbser Dreikönigsritt, der seit 1947 von der Familie Krenn (derzeit Alois, Andreas und Klemens Krenn) durchgeführt wird, vergeben.